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Hannover Polizei stoppt in Hannover 303 Temposünder
Nachrichten Hannover Polizei stoppt in Hannover 303 Temposünder
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14:00 13.04.2020
Bei einer Polizeikontrolle winkt eine Polizeibeamtin ein Fahrzeug heraus. Quelle: Bernd Wüstneck/dpa
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Hannover

Zahlreiche Autofahrer haben den Karfreitag genutzt, um in der Region Hannover ordentlich Gas zu geben. Die Polizei ertappte am ersten Osterfeiertag insgesamt 303 Raser. Darunter war ein Autofahrer, der doppelt so schnell wie erlaubt unterwegs war – dazu ohne Führerschein und gültiges Kennzeichen. Das Erfreuliche: Die Tunerszene verzichtete an ihrem sogenannten Car-Freitag auf ein Treffen in der Landeshauptstadt.

Die Polizei kontrollierte von morgens bis abends große Ausfallstraßen wie die Vahrenwalder Straße und die Schnellwege. „Dabei wurden insgesamt 303 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt“, teilte Behördensprecher Philipp Hasse am Ostermontag mit. „33 Fahrer müssen demnächst auf ihren Führerschein verzichten.“ Die Beamten setzten bei ihren Kontrollen mobile Blitzer, Lasermessgeräte und einen Videowagen ein.

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Ohne Führerschein und Kennzeichen gerast

Besonders dreist war ein 30-Jähriger auf dem Bremer Damm. Er fuhr nicht nur Tempo 115 statt der erlaubten 60 Stundenkilometer. Der Mann besaß darüber hinaus keinen Führerschein und der Wagen war nicht angemeldet. Hasse: „Er hatte ihn jedoch mit anderen Kennzeichen versehen, um den Anschein zu erwecken.“ Gegen den 30-Jährigen wird jetzt nicht nur wegen des Tempoverstoßes ermittelt, sondern auch wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Kennzeichenmissbrauchs sowie Verstößen gegen das Pflichtversicherungs- und Kraftsteuergesetz.

Tempo-Spitzenreiter war dagegen ein Mann, der auf dem Westschnellweg bei Stöcken mit 121 Stundenkilometern unterwegs war – obwohl in dem Bereich nur 50 erlaubt sind. Laut Bußgeldkatalog drohen dem Autofahrer nun 600 Euro Strafe, dazu zwei Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot.

Autofahrer zeigt den Mittelfinger

Bei einer weiteren Geschwindigkeitskontrolle war ein Autofahrer zwar nicht zu schnell unterwegs, zeigte den Polizisten allerdings den Mittelfinger. Nun wird wegen Beamtenbeleidigung gegen den Mann ermittelt. Darüber hinaus wurden die Ermittler Zeugen von einem Rechtsüberholen auf der Autobahn, zwei Rotlichtverstößen und viermal Handy am Ohr während der Fahrt. Auch ein E-Scooter-Fahrer ging den Kontrolleuren ins Netz, der ohne Versicherungskennzeichen unterwegs war.

Kein Treffen an Car-Freitag

Die Tuning-Szene hielt sich an die Vorschriften: Gewöhnlich nutzt sie ihren „Car-Freitag“ zum Treffen und Zeigen ihrer umgebauten Karossen. Im Vorfeld hatte die Polizei gebeten, auf die Zusammenkunft wegen der Corona-Krise zu verzichten. „Dieser Bitte ist die Szene gefolgt“, sagt Hasse. Im Stadtgebiet seien zwar vereinzelt entsprechende Autos festgestellt worden, doch diese verstießen nicht gegen die rechtlichen Vorgaben, und die Fahrer wurden noch einmal gebeten, sich derzeit nicht zu treffen.

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Von Peer Hellerling

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