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Hannover Ist die B 217 sicher genug?
Nachrichten Hannover Ist die B 217 sicher genug?
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07:24 21.12.2017
Nach dem schweren Unfall am Dienstagabend bei Ronnenberg mit sechs Verletzten will die Unfallkommission der Polizei den Hergang und die Situation vor Ort analysieren.  Quelle: Uwe Dillenberg
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Hannover/Ronnenberg

Die Bundesstraße 217 zwischen Hannover-Wettbergen und Ronnenberg soll nach dem schweren Unfall am Dienstagabend untersucht werden. Das teilt die Polizei auf HAZ-Anfrage mit. „Die Unfallkommission wird sich den Unfallhergang und die Situation vor Ort ansehen“, sagt Behördensprecherin Wiebke Weitemeier. Auf dem gesamten Abschnitt bis Springe kommt es immer wieder zu schweren Unfällen mit Verletzten. Allein der jetzt betroffene Bereich wurde in den vergangenen drei Jahren mehrfach saniert und sollte dadurch entschärft werden.

Bei dem jüngsten Unfall am Dienstag war ein in Richtung Wettbergen fahrender Mercedes laut Weitemeier „offenbar aufgrund überhöhter Geschwindigkeit“ in den Gegenverkehr geraten und hatte einen VW Golf touchiert. Die schwarze Limousine geriet ins Schleudern und prallte gegen einen ebenfalls entgegenkommenden BMW, der im Graben neben der Bundesstraße zum Stillstand kam. Als letztes prallte der Mercedes gegen einen Skoda. „Der Gesundheitszustand des 35- und des 60-Jährigen aus dem BMW ist weiter sehr kritisch“, sagt Polizistin Weitemeier. Die 60-jährige Begleiterin wie auch die 30-jährige Mercedes-Fahrerin und deren sieben sowie elf Jahre alten Kinder wurden schwer verletzt. Die Insassen des Golf und Skoda blieben unversehrt.

Der Unfallabschnitt zwischen Ronnenberg und Wettbergen steht seit Langem in der Kritik. Vor rund drei Jahren wurde er zuletzt saniert, doch kurz darauf ereigneten sich mehrere schwere Unfälle – alle wurden später auf Aquaplaning zurückgeführt. Aus diesem Grund galt in der langgezogenen S-Kurve nur noch Tempo 70, bei Regen waren sogar nur 50 Stundenkilometer erlaubt. Im Frühjahr 2017 wurde die B 217 in dem Bereich erneut umgebaut, damit das Wasser besser abfließen kann. Doch auch im weiteren Verlauf der Bundesstraße bis nach Springe kommt es immer wieder zu gefährlichen Unfällen.

Doch geschehen ist seitdem nicht viel. Bei Weetzen und Wennigsen sollte die B 217 ursprünglich eine Mittelleitplanke erhalten, diese Idee wurde aber 2003 beim Bau verworfen. Auch polizeilich wird die Bundesstraße weiterhin nicht als gefährlich eingestuft. „Aufgrund der Zahlen ergibt sich kein Unfallschwerpunkt“, sagt Wiebke Weitemeier. Das Problem: Die Ermittler haben die Strecke bis nach Springe in Abschnitte unterteilt und betrachten sie nicht als Ganzes. Um als Unfallschwerpunkt zu gelten, muss es in einem Bereich gehäuft zu schweren Kollisionen kommen.

Die Unfallkommission nahm den Abschnitt zwischen Ronnenberg und Wettbergen bereits 2015 nach der Sanierung in Augenschein und sprach sich damals für das Tempolimit und den Umbau aus. Möglicherweise hat das aber nicht ausgereicht, um die B 217 langfristig sicherer zu machen. Weitemeier: „Jetzt wird geprüft, ob gegebenenfalls nochmal nachgebessert werden muss.“

Von Peer Hellerling

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