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Hannover ADAC vermisst Gesamtkonzept für den Verkehr
Nachrichten Hannover ADAC vermisst Gesamtkonzept für den Verkehr
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14:47 28.03.2019
Am Maschsee zählt die Stadt Hannover die Radfahrer. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Der ADAC sieht im Aktionsprogramm der Stadt Hannover zur Förderung des Radverkehrs keine Vision für die Mobilität in der Stadt. Zwar habe der Radverkehr auch aus Sicht des Automobilclubs eine gewichtige Rolle, entscheidend sei das Verhältnis zu den anderen Mobilitätsformen und Mobilitätsarten, sagt die Sprecherin das ADAC, Christine Rettig.

ADAC: Kein Konzept für den Verkehr der Zukunft

Wenn für eine Kampagne „ Lust aufs Fahrrad“ nur die entsprechende Interessengruppe einbeziehe, werde bei anderen Verkehrsteilnehmern kein Verständnis erzeugt, meint die Sprecherin. „Gegenseitige Rücksichtnahme kann nur funktionieren, wenn die Radfahrer-Angebote im Verhältnis zu allen anderen Verkehrsteilnehmern stehen“, betont sie. Die vorgesehen 500 Einzelmaßnahmen seien kein Konzept für den Verkehr der Zukunft. „Wir als ADAC sehen darin keine Vision für die gesamte Mobilität in der Stadt, es wird ganz abstrahiert nur der Radverkehr gefördert“, betont Rettig.

Lob von der IHK

Lob kommt dagegen vom der Industrie- und Handelkammer (IHK) Hannover. Deren stellvertretender Hauptgeschäftsführer Christian Bebek findet das Programm „vernünftig“. Der Verkehr in Hannover habe in allen Bereichen einen hohen Investitionsbedarf. Deshalb sei die konkreten Pläne gut und würden von der IHK unterstützt, sagt Bebek.

Radverkehr hat hohen Stellenwert“

Der ADFC lobte Stadtbaurat Uwe Bodemann. Er habe dem Radverkehr in Hannover einen hohen Stellenwert verliehen habe, sagte ADFC-Sprecher Eberhard Röhrig-van-der-Meer. Aber es gab auch Kritik vom Fahrradclub. „Bodemann hätte die Gelegenheit nutzen können, um deutlich zu machen, dass in Zukunft noch mehr dicke Bretter für den Radverkehr gebohrt werden müssen“, erläutert Röhrig-van-der-Meer. Beispielsweise bräuchten Radfahrer mehr Raum, um die Qualität des Radverkehrs zu steigern. „Man muss schauen, wo es angemessen ist, dem Autoverkehr Raum wegzunehmen“, sagt er. Zudem fehlten Möglichkeiten, hochwertige Räder gesichert abzustellen.

Von Mathias Klein

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