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Hannover So soll der Raschplatz sicher und sauber werden
Nachrichten Hannover So soll der Raschplatz sicher und sauber werden
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00:16 11.07.2016
Von Mathias Klein
Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Unter freiem Himmel sollen mittwochs bis freitags Musik und Poetry auf dem Platz zu sehen sein. Das Programm, gestaltet von jungen hannoverschen Künstlern, wird vom Musikzentrum und vom Kulturbüro der Landeshauptstadt organisiert.

Die Stadt wolle allen Einwohnern den „Raschplatz als Platz mit Aufenthaltsqualität wieder nahebringen“, sagte Oberbürgermeister Stefan Schostok zu den Plänen. Es sei ausdrücklich nicht das Ziel, Menschen von dort zu verdrängen, betonte er.

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Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Beseitigung von dunklen Bereichen im Bereich unterhalb der Treppe vom Raschplatz zum Hauptbahnhof. Hier will die Stadt die Beleuchtung verbessern, um das Sicherheitsgefühl der Passanten zu erhöhen. Nach Einschätzung der Polizei ist der Raschplatz gemessen an der Zahl der Straftaten unauffällig. Dennoch sollen dort die Kontrollgänge der städtischen Servicegruppe Innenstadt und von Protec verstärkt werden. Die Stadt will dafür extra einen neuen Mitarbeiter einstellen.

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Erwogen wird außerdem das Ladengeschäft der dortigen Videothek so weit zu vergrößern, dass der dunkle und verwinkelte Aufenthaltsbereich unter der Treppe verschwinden würde. In diesem Bereich halten sich derzeit besonders viele Trinker auf. Die Hannover Region Grundstücksgesellschaft (HRG), die unter anderem für die Sauberkeit auf dem Platz zuständig ist, wird den Platz häufiger reinigen. Vorgesehen sind drei Reinigungen zwischen 6 und 22 Uhr, bei Bedarf auch häufiger. So will die HRG schneller auf starke Verschmutzungen reagieren können. Im November will die Stadt dann einen ersten Bericht vorlegen, ob die Maßnahmen erfolgreich waren.

Kommentar: Ein erster Schritt

Die Stadt will das Problem am Raschplatz offenbar ernsthaft angehen – das ist ein erster Schritt. Man muss zurzeit nicht übermäßig penibel sein, um sich hinterm Bahnhof unwohl zu fühlen. Da sind die einfachen Mittel tatsächlich erst einmal die richtigen: mehr Kontrollen, mehr Licht, mehr Sauberkeit. Es ehrt Oberbürgermeister Stefan Schostok, wenn er sagt, dadurch solle niemand verdrängt werden. In Wirklichkeit wird genau das der Effekt sein, wenn die Maßnahmen konsequent durchgezogen werden – zugunsten all jener, die den Raschplatz derzeit kaum noch überqueren mögen. In einem zweiten Schritt will die Stadt den Platz mit Kultur beleben. Das wäre umso besser.

Von Felix Harbart

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