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Hannover 300 Bürger erinnern an Trecker-Treck aus Gorleben
Nachrichten Hannover 300 Bürger erinnern an Trecker-Treck aus Gorleben
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12:17 31.03.2019
Wolfgang Ehmke erinnert an den Trecker-Treck. Quelle: Irving Villegas
Hannover

Heiner Schlote kann sich noch genau an den 31. März 1979 erinnern. „Es war ein unendlicher Zug von Traktoren, der von der Padbielskistraße abbog“, bericht der 2. Vorsitzende der Bürgerinitiative Raschplatz, die den Pavillon am Raschplatz betreibt.

Zusammen mit dem diesjährigen Frühjahrsempfang des Pavillons erinnerte die Bürgerinitiative an den Trecker-Treck aus dem Wendland, der hier in Hannover heute genau vor 40 Jahren ankam. Zehntausende demonstrierten an diesem Tag hier in Hannover gegen die Atomkraft.

Neue Farbe für den Gedenkstein

Treffpunkt an diesem Sonntag war der Findling, den die Bauern aus dem Wendland vor 40 Jahren vor dem Pavillon platziert hatten. Allerdings ist das nicht mehr der ursprüngliche Stein, dieser wurde 1981, vermutlich von Atomkraftbefürwortern, entwendet. Aber die Bauern aus den Wendland brachten kurze Zeit später einen neuen Stein nach Hannover diesmal mit drei bis vier Tonnen, deutlich schwerer. Und zum Gedenken erstrahlt der Stein in neuem Glanz.

Mit Schmalstieg und Jordan

Rund 300 Menschen waren am Sonntagvormittag zur Gedenkfeier gekommen, rund ein Drittel von ihnen war bei den Protesten dabei. Unter den Besuchern am Sonntag waren Hannovers früherer Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SPD), der frühere Landesumweltminister Stefan Wenzel (Grüne) und der ehemalige Regionsdezernent Erwin Jordan (Grüne).

Wolfgang Ehmke, der Sprecher der Bürgerinitiative Lüchow-Dannnenberg, die den Trecker-Treck organisiert hatte, berichtete in seiner Ansprache von den großen Ängsten der Initiatoren. Zunächst war befürchtet worden, dass sich nicht ausreichend Trecker und Demonstranten auf den Weg machten. In Hannover dann hatten die Organisatoren Angst davor, dass kommunistische Gruppen versuchen würden, den Trecker-Treck für sich zu vereinnahmen.

„Das haben wir erreicht“

„Es ist aber alles gut gegangen“, meint Ehmke. Und mit dem Protestzug nach Hannover sei „Atomkraft? Nein danke“ zu einem bundesweitem Thema geworden. „Das haben wir erreicht.“

Lesen Sie auch hier: So erinnert das historische Museum den Trecker-Treck

Von Mathias Klein

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