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Hannover Raser in Hannover zahlen Rekordsumme
Nachrichten Hannover Raser in Hannover zahlen Rekordsumme
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00:18 22.01.2015
Von Andreas Schinkel
Polizisten halten an der Hildesheimer Straße Autofahrer an, auch in diesem Jahr wird es wieder zahlreiche Kontrollen und „Überwachungsmaßnahmen“ geben. Quelle: Dennis Boersch
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Hannover

2013 nahm die öffentliche Hand 7,7 Millionen Euro ein, 2012 waren es 7,3 Millionen Euro. 60 Prozent der Einnahmen fließt in die Kasse der Region, den Rest teilen sich die Umlandkommunen. Eingerechnet in die Summe sind alle Ordnungswidrigkeiten, die Polizei, Region und Kommunen registriert haben - von Rotlichtsünden über Tempoüberschreitungen bis zu Alkoholverstößen am Steuer. Im Stadtgebiet Hannovers sind die Bußgeldeinnahmen mit 3,5 Millionen Euro stabil geblieben gegenüber dem Vorjahr.

Im Umland ist die Zahl der Vergehen zurückgegangen, von rund 20.400 in 2013 auf rund 18.300. Zugleich haben Region, Polizei und Kommunen ihre Verkehrskontrollen deutlich gesteigert. Im Vergleich zum Vorjahr seien die „Überwachungsmaßnahmen“ um 900 Stunden ausgedehnt worden, sagt Regionssprecher Klaus Abelmann. Vier neue Mitarbeiter hat die Verkehrsbehörde zusätzlich eingestellt, um noch mehr Einsätze mit den regionseigenen Messfahrzeugen bewältigen zu können. „Unsere Maßnahmen haben Erfolg, viele Verkehrsteilnehmer fahren langsamer“, sagt Abelmann. Auch in diesem Jahr werde man nicht nachlassen und die Intensität der Verkehrsüberwachung aufrecht erhalten.

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Zwar hat die Zahl der Ordnungswidrigkeiten auf den Straßen abgenommen, doch die Verstöße sind gravierender geworden. Daraus erklärt sich der Widerspruch zwischen hohen Bußgeldeinnahmen und sinkender Anzahl der Vergehen. „Der Höchstbetrag von 1200 Euro wurde mehrmals fällig“, sagt Abelmann. Die größte Abweichung registrierte die Behörde bei einem Motorradfahrer, der mit 236 Kilometern pro Stunde auf einer Straße fuhr, auf der nur Tempo 80 erlaubt ist. Zudem spielen neue Messtechniken und hochmoderne Blitzanlagen der Verkehrsbehörde in die Karten. „Die Fotos sind meist eindeutig. Widersprüche haben seltener Chancen auf Erfolg“, sagt Abelmann.

30 Mitarbeiter der Region kümmern sich um die Bußgeldverfahren, 2012 wurde das Personal aufgestockt, weil die Strafzettel-Flut zunahm. Hinzu kommen noch 13 Beschäftigte, die überwiegend im „Messdienst“ tätig sind. In 463 Einsätzen haben die Regionsbeschäftigten den Verkehr beobachtet und das Tempo gemessen, im Vorjahr waren es noch 402 Einsätze.

In der Stadt Hannover sind die Einnahmen aus Bußgeldbescheiden stabil geblieben. 3,5 Millionen Euro flossen in die Stadtkasse, 2,1 Millionen Euro mussten Raser bezahlen, 1,4 Millionen Euro wurden fällig, weil Fahrer bei Rot über eine Kreuzung rauschten. Um jeweils eine halbe Million Euro haben sich die Summen bei den Tempoverstößen verringert, bei den Rotlichtsünden vermehrt. Der Einsatz von Blitzanlagen habe dazu beigetragen, dass Durchschnittsgeschwindigkeiten deutlich gesunken sind und Unfallrisiken minimiert wurden, sagt Stadtsprecher Alexis Demos.

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