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Nachrichten Hannover Region Hannover: Kommunen bekämpfen Kita-Krise mit Containern
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14:19 30.11.2019
Eine der bekanntesten Container-Kitas in Hannover ist die Kita Pusteblume am Welfenplatz. Sie wurde während der Flüchtlingskrise eingerichtet. Quelle: Kateryna Kostyrko
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Hannover

Nach den Container-Schulen kommen die Container-Kitas. Letztere sind in der gesamten Region Hannover offenbar immer häufiger das letzte Mittel, um dem sich verschärfenden Mangel an Kita-Plätzen zu begegnen. „Wir werden gucken müssen, wo wir schnell und einfach bauen, um den Rechtsanspruch von Kindern auf einen Kitaplatz weiter zu erfüllen“, sagte Jugenddezernentin Rita Maria Rzyski jetzt im städtischen Jugendhilfeausschuss. In Hannover fehlen aktuell allein für Drei- bis Sechsjährige 556 Plätze, um alle Kinder dieser Altersgruppe betreuen zu können. In den Umlandkommunen sieht es ähnlich aus.

Mehr Klagen von Eltern

Städte und Gemeinden geraten offenbar zunehmend durch klagewillige Eltern unter Druck. Es habe 2019 zwar nur etwas unter zehn Klagefälle gegeben, sagte eine Sprecherin. Diese hätten am Ende auch sämtlich dadurch erledigt werden können, dass die Kommunen akzeptable Betreuungsmöglichkeiten anbieten konnten, die den Rechtsanspruch erfüllten. Es sei aber deutlich schwieriger als in den Vorjahren gewesen, in allen Fällen zu akzeptablen Lösungen zu kommen. In Hannover gab es nach Angaben der Stadtverwaltung seit 2013 hingegen keine Klage wegen eines Betreuungsplatzes.

Bau von Kitas dauert zu lange

Unterstützung in der Kita-Krise können sich alle 21 Städte und Gemeinden in der Region jetzt von der Regionsverwaltung erhoffen. Diese will sich künftig an Container-Kitas mit einer Summe von bis zu 2750 Euro pro neu geschaffenem Platz beteiligen – explizit mit dem Hinweis darauf, dass die Platznot bei den Kitas anders nicht zu bewältigen sei.

„Wir wissen, dass der Bedarf an Betreuungsplätzen das vorhandene Angebot übersteigt und eine kurzfristige Deckung nicht möglich ist, da zwischen Planung und Bewilligung des Bauantrags und der Eröffnung einer Einrichtung oft mehrere Jahre vergehen“, sagte Andrea Hanke, Dezernentin für Soziale Infrastruktur der Region Hannover, im Regions-Jugendhilfeausschuss. Bislang wurde zwar der Bau neuer Kitas, nicht aber das Errichten oder Mieten von Modulbauten gefördert.

Förderanträge stehen schon

Burgdorf, Hemmingen und Hannover haben nach Angaben der Regionsverwaltung bereits jeweils einen Förderantrag für Container-Kitas gestellt, Wunstorf sogar zwei. In der Landeshauptstadt sowie in Lehrte, Neustadt und Pattensen seien nach Kenntnis der Region weitere Anträge in Vorbereitung, lägen aber noch nicht vor, hieß es weiter. In Wunstorf ist eine Kita, für die eine Förderung beantragt wird, bereits eröffnet. Hemmingen plane die Eröffnung für Dezember.

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