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Hannover Jetzt ist es fix: Die O-Tonne kommt weg
Nachrichten Hannover Jetzt ist es fix: Die O-Tonne kommt weg
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00:26 17.06.2019
Zu teuer: Die O-Tonne hat sich für Aha nicht gelohnt. Quelle: Frank Wilde
Hannover

Das Mindestvolumen für den Restmüll in der Region Hannover wird nicht gesenkt. Das hat die Große Koalition in der Regionsversammlung vereinbart. Ursprünglich war im Koalitionsvertrag zwischen SPD und CDU eine Senkung des Volumens vorgesehen. Derzeit liegt die Mindestmüllmenge, also der Müll, dessen Abfuhr auf jeden Fall bezahlt werden muss, bei zehn Litern pro Person und Woche. In einer Umfrage war von vielen Bürgern eine Senkung auf fünf Liter pro Person und Woche gefordert worden. Laut Abfallwirtschaftsbetrieb Aha liegt das tatsächliche Müllvolumen in der Region Hannover zwischen 15 und 20 Litern.

CDU hatte Verringerung jahrelang gefordert

Die CDU forderte jahrelang die Verringerung des Mindestvolumens, die SPD hatte von diesen Plänen nichts gehalten. Aha hatte den beiden Fraktionen Berechnungen zu einer Senkung vorgelegt. Wie zu erfahren war, hätte eine Umsetzung der Pläne eine große Unwucht zwischen den Bewohnern von Einfamilienhäusern und von Mehrfamilienhäusern ergeben. Für die Häuser mit mehreren Parteien hätte die Senkung deutliche Mehrkosten bedeutet, für Bürger in Einfamilienhäusern eine deutliche Entlastung. Daraufhin hatte die CDU ihre Pläne fallen gelassen.

Die beiden Parteien planen auch eine Änderung bei der Sackabfuhr im Umland. Bisher galt, wer innerhalb des Umlands umzieht, muss auf Tonnen umsteigen. Künftig soll jeder Hausbesitzer im Umland wieder frei wählen dürfen, ob er für den Restmüll Sack oder Tonne haben will.

Koalition will O-Tonne abschaffen

Außerdem will die Große Koalition die O-Tonne für Wertstoffe zum 31. Dezember abschaffen. „Damit wird ein Fehler korrigiert, der jedes Jahr viel Geld gekostet hat“, sagte CDU-Fraktionschef Bernward Schlossarek. Mit der Abschaffung sollen im Gebührenhaushalt jedes Jahr 1,4 Millionen Euro eingespart werden. Nach dem 31. Dezember sollen die Tonnen eingesammelt werden, Aha hat dafür sieben Monate eingeplant.

SPD und CDU wollen auch eine neue Berechnung der Müllgebühren. Bisher berechnet sich die Gebühr aus einer Kombination aus dem Volumen und dem Gewicht. Künftig soll die Müllgebühr nur noch nach dem Volumen berechnet werden, wie bereits fast in allen anderen Landkreisen üblich. „Damit wird die Gebühr gerechter und die Satzung weniger anfällig gegen Klagen“, erläutert Schlossarek. Damit haben diejenigen Vorteile, die ihren Müll in die Tonnen oder in die Restabfallsäcke stopfen.

Spezieller Laubsack geplant

Weitere Pläne beim Müll von SPD und CDU: Aha soll einen Laubsack einführen, der mit dem Biomüll eingesammelt werden kann. Zusätzlich zum bisherigen „Partysack“ mit einem Volumen von 80 Litern soll es auch einen Zusatzsack mit 40 Litern geben. Zudem wünscht sich die Große Koalition eine Ausweitung der Öffnungszeiten der Wertstoffhöfe. Diese sollten bereits deutlich vor 9 Uhr öffnen und auch in den Nachmittagsstunden länger für die Kunden da sein.

Von Mathias Klein

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