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Hannover So will die Region die Wohnungsnot bekämpfen
Nachrichten Hannover So will die Region die Wohnungsnot bekämpfen
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00:21 28.04.2019
Neubaugebiete, wie hier den Zero-E-Park in Wettbergen, braucht es noch viele mehr in den nächsten Jahren, um die Wohnungsnot zu lindern. Quelle: HAZ
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Hannover

Die Region Hannover wächst und wächst, gleichzeitig gibt es immer weniger preiswerte Wohnungen. In den nächsten sechs Jahren müssen in der Region rund 20.000 Wohnungen neu gebaut werden; damit das auch passiert, will die Regionsverwaltung die Städte und Gemeinden mit einem sogenannten Wohnraumversorgungskonzept unterstützen. Es seien große Anstrengungen nötig, um das Ziel tatsächlich zu erreichen, betonte die Sozialdezernentin der Region, Andrea Hanke.

Die zentrale Frage für die Zukunft der Region Hannover sei es, „ausreichend preiswerten Wohnraum zu schaffen“, sagte Regionspräsident Hauke Jagau am Donnerstag in Hannover bei der Vorstellung des Konzepts. „Es geht darum, verbindlich zu wissen, welchen Bedarf gibt es in den einzelnen Städten und Gemeinden und welche Chancen, das auch umzusetzen“, erläuterte er.

Ein Steckbrief für jede Kommune

Das mit den Kommunen abgestimmte Konzept beinhaltet für jede Stadt und Gemeinde einen mehrseitigen „Steckbrief“, in dem unter anderem die Altersstruktur der Bürger, das Haushaltseinkommen und der vorhandene Wohnungsbestand aufgelistet sind.

Am Schluss der „Steckbriefe“ gibt es dann Handlungsempfehlungen. Zum Beispiel wird Barsingshausen nahegelegt, vor allem für Wohnraum für Haushalte mit geringen Einkommen zu sorgen, insbesondere für Ältere sowie Familien. Für Seelze heißt es, dass Neubauflächen knapp sind, deshalb sollten Flächen in bereits vorhandenen Wohngebieten gesucht werden.

400 Wohnungen weniger gebaut

Sozialdezernentin Hanke, betonte, es sei wichtig, Wohnraum für alle Bevölkerungsschichten zu schaffen. „Für die Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen ist es besonders schwierig, eine Wohnung zu finden“, erläuterte sie.

Die Region geht in dem Konzept von Zahlen der Wohnungsbedarfsprognose aus. Demnach sind im Zeitraum von 2016 bis 2025 insgesamt rund 28.300 zusätzliche Wohnungen nötig. Knapp 5300 sind insgesamt in den Jahren 2016 und 2017 hinzugekommen, 400 weniger als eigentlich geplant, berichtete Planungsdezernentin Christine Karrasch. Wie viele Wohnungen im vergangenen Jahr gebaut wurden, steht noch nicht fest.

Allein in Hannover sind 16.000 neue Wohnungen nötig

Nach den Berechnungen der Region werden rund 18.500 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern benötigt, 9.800 in Ein- und Zweifamilienhäusern. Der Bedarf in den einzelnen Kommunen ist sehr unterschiedlich: Während in Wennigsen nur 200 Wohnungen nötig sind, werden in Hannover rund 16.000 Wohnungen gebraucht. Für die neuen Wohnungen ist insgesamt eine Fläche von 660 Hektar nötig. In der Region gibt es derzeit etwa 800 Hektar freie Fläche für Wohnhäuser.

Ein besonderer Schwerpunkt des Konzepts ist der Bedarf von 12.400 zusätzlichen Sozialwohnungen bis zum Jahr 2025, rund 6800 Sozialwohnungen sollen durch geförderte Neubauten entstehen, etwa 5600 Sozialwohnungen sollen durch Fördermaßnahmen vorhandener Wohnungen geschaffen werden.

Wohnbauinitiative soll Schub bringen

Einen Schub für den Wohnungsbau erhofft sich die Region von der bereits im vergangenen Jahr vorgestellten Wohnbauinitiative. Dafür stellt die Region bis zum Jahr 2021 pro Jahr 20 Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld fließt nicht an die Bauherren, sondern direkt an die Kommunen zur Verbesserung der Infrastruktur.

Von Mathias Klein

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