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Hannover Darum ist am Kröpcke ein 400-Eimer-großer Fußabdruck
Nachrichten Hannover Darum ist am Kröpcke ein 400-Eimer-großer Fußabdruck
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00:17 25.03.2019
Der „Wasserfuß“ auf dem Kröpcke. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Rund 72 Quadratmeter Fläche auf dem Kröpcke haben die Stadtwerke Enercity am Freitag mit gefüllten Wassereimern bestückt. Die Installation in Fußform – es könnte sich um die Schuhgröße der Riesen aus dem Roman „Gullivers Reisen“ handeln – soll den täglichen Wasserverbrauch pro Kopf verdeutlichen und gleichzeitig zum Sparen animieren. Anlass für die Aktion ist der Weltwassertag.

Im Fokus steht das „virtuelle Wasser“

Der durchschnittliche Hannoveraner lässt pro Tag etwa 120 Liter Trinkwasser aus den Leitungen zum Waschen, Duschen, Kochen oder Trinken laufen. Für diese Menge stehen vergleichsweise wenige blaue Eimer in der Installation. Der überwiegende Teil des Fußabdrucks ist rot. „Das ist das sogenannte virtuelle Wasser, also die Menge die etwa bei Produktion von Nahrungsmitteln oder Konsumgütern anfällt. „Es sind im Schnitt 4000 Liter, die oft in wasserarmen Regionen verbraucht werden“, sagt Andreas Kalix, Leiter der Wassergewinnung bei den Stadtwerken.

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11.000 Liter für die Produktion einer Jeans-Hose

Enercity will mit der Aktion, zu der auch ein Informationsstand samt Trinkwasserausgabe zählte, die Menschen zum Sparen animieren – vor allem im Bereich virtuelles Wasser. „Jeder sollte überlegen, ob er unbedingt Erdbeeren aus dem trockenen Andalusien essen muss“, sagt Kalix. Einige Werte für die Herstellung von Gütern: Bei einer Tasse Kaffee sind es 140 Liter, bei einer Tafel Schokolade 1700 Liter, bei einer Jeans-Hose 11.000 Liter und bei einem Laptop 20.000 Liter.

Von Bernd Haase