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Hannover Fotograf aus Hannover stirbt in der Sächsischen Schweiz
Nachrichten Hannover Fotograf aus Hannover stirbt in der Sächsischen Schweiz
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12:15 07.05.2018
Der Tote lag etwa 40 Meter unter einer Abbruchkante. Quelle: Marko Förster
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Bad Schandau

In einem früheren Steinbruch bei Bad Schandau hat die Polizei am Sonnabendmorgen die Leiche eines 28-jährigen Mannes aus Hannover gefunden. „Aus unserer Sicht handelt es sich um einen Unfall“, sagte ein Sprecher der Polizei Dresden gegenüber der HAZ. Der Tote lag etwa 40 Meter unter einer Abbruchkante. Laut Polizei war der Hobbyfotograf mit Kameras und einer Drohne am Lilienstein, einem beliebten Ausflugsziel in der Sächsischen Schweiz unterwegs. Dort wollte er offenbar Naturaufnahmen machen.

Die Polizei schließt einen Suizid oder Fremdeinwirkung aus. „Anscheinend hat der Mann beim Fotografieren die Abbruchkante übersehen und stürzte 30 bis 40 Meter in die Tiefe“, sagte ein Polizeisprecher. 

Der Hobbyfotograf soll an Diabetes erkrankt gewesen sein und und trug eine programmierbare Insulinpumpe an sich. Nach Polizeiinformationen war der Mann ohne Begleitung unterwegs. Da der Mann seit Donnerstag weder telefonisch noch über soziale Netzwerke erreichbar war, meldete die in Hannover lebende Mutter ihren Sohn am Donnerstag als vermisst: Sie war von einem medizinischen Notfall ausgegangen. Gegenüber der Polizei schilderte sie es zudem als „unüblich“, dass ihr Sohn nicht erreichbar war.

Gegen 2.10 Uhr fanden Polizisten in der Nacht zum Sonnabend das abgeschlossene Auto des 28-Jährigen in der Ortschaft Königsstein-Halbestadt an der Elbe – wenige Kilometer vom Lilienstein entfernt. „Da es sich um ein dunkles Waldgebiet handelt, haben wir die Suche auf den Tagesanbruch am Sonnabendmorgen verschoben“, sagt der Sprecher der Dredner Polizei. Bei Sonnenaufgang forderten die Ermittler einen Helikopter und Spürhunde für die Vermisstensuche an. Die kamen allerdings nicht mehr zum Einsatz: Gegen 9.30 Uhr am Sonnabendmorgen fanden Einsatzkräfte die Leiche des 28-jährigen Hobbyfotografen am ehemaligen Steinbruch.

Von dpa/LVZ/man

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