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Nachrichten Hannover Landgericht Hannover bekommt endlich ein neues Dach
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17:26 26.09.2019
Das Gerüst steht schon: Seit Jahren klagen die Juristen im Landgericht über ein undichtes Dach. Bislang wurden Lecks provisorisch abgedichtet, nun gibt es erstmals seit 1950 eine umfassende Sanierung. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Das Landgericht Hannover hat einen massiven Schaden am Dach – und der soll nun endlich behoben werden. Das hat das Niedersächsische Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) auf HAZ-Anfrage mitgeteilt. Immer wieder waren in der Vergangenheit undichte Stellen aufgetreten. Der Langbau entlang der Fernroder Straße wird derzeit bereits eingerüstet. Anschließend startet die Dachsanierung – die erste seit Errichtung des Gerichts vor fast 70 Jahren. Auch das marode Gebäude der benachbarten Staatsanwaltschaft soll demnächst ausgebessert werden.

Eimer im Gerichtssaal fangen Regenwasser auf

Die Arbeiten sind dringend nötig. Das bestehende Dach stammt noch aus dem Jahr 1950. „Eine zwischenzeitlich vollumfängliche Sanierung geht aus der Aktenlage nicht hervor“, sagt NLBL-Sprecherin Ute Stallmeister. Immer wieder regnete es ins Landgericht herein, diese Stellen sind laut Stallmeister aber stets „umgehend abgedichtet worden“. Zusätzlich mussten bereits Feuchtigkeitsschäden behoben werden. Eines der wohl bekanntesten Lecks war im August 2017 das undichte Dach über dem Gerichtssaal 1H1. Die Bediensteten mussten damals auch während laufender Verhandlungen Eimer aufstellen, um das Wasser aufzufangen. Auch dieses Loch wurde damals nur provisorisch geflickt.

Die Dacharbeiten am Langbau des Landgerichts sollen voraussichtlich Ende November abgeschlossen sein. Quelle: Tim Schaarschmidt

Abgesehen von solchen Unannehmlichkeiten hätten die Löcher im Dach aber keinen weiteren Einfluss auf die Arbeit des Landgerichts, sagt Stallmeister. „Zurzeit gibt es keine Einschränkungen in der Nutzbarkeit von Räumlichkeiten für Mitarbeiter oder Besucher.“ Innerhalb der Justizkreise stoßen die jetzt begonnenen Arbeiten dennoch auf Freude. Seit Jahren müssen die rund 225 Bediensteten des Landgerichts und die etwa 270 der Staatsanwaltschaft mit teilweise maroden Gebäuden leben. Nicht nur das Dach ist undicht, insbesondere der Langbau an der Fernroder Straße weist auch zahlreiche Risse an der Fassade und bröckelnden Putz auf.

Sanierung der Staatsanwaltschaft soll folgen

Vor allem die Fassade der Staatsanwaltschaft weist massive Schäden auf: Der Putz bröckelt ab, Eisen liegt frei. Quelle: Andreas Körlin (Archiv)

Derzeit errichtet eine Firma das für die Sanierung nötige Gerüst am Gebäudetrakt, anschließend sollen die Dacharbeiten beginnen. Laut NLBL dauert das Vorhaben voraussichtlich bis Ende November, die Kosten werden mit etwa 370.000 Euro veranschlagt. „Dachsanierungen weiterer Bauteile sind beantragt“, sagt Stallmeister. „Auch die Fassadensanierung der Staatsanwaltschaft ist in Planung.“ Bereits 2017 hatte das Staatliche Baumanagement mitgeteilt, dass die vollständige Instandsetzung knapp eine Million Euro kosten wird. Wann es nun allerdings damit losgehen soll, steht noch immer nicht fest.

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