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Hannover Stadt schließt Historisches Museum
Nachrichten Hannover Stadt schließt Historisches Museum
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00:16 01.07.2019
Eingerüstet: Da die Traglast der abgehängten Decke nicht mehr den heutigen Standards entspricht, stehen seit einem Jahr massive Gerüste im Historischen Museum. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Seit einem Jahr gleicht das Historische Museum einer Baustelle: Massive Gerüste stützen die Decken ab, Besucher müssen Behinderungen hinnehmen. Jetzt plant die Stadt, das Haus für mehrere Jahre gleich ganz zu schließen. „Voraussichtlich nach den Osterferien 2020 werden wir damit beginnen, die Magazine freizuräumen“, sagt Museumsdirektor Thomas Schwark. Dann werde das Haus seine Pforten wegen umfangreicher Baumaßnahmen für mehrere Jahre schließen.

Der denkmalgeschützte Bau, errichtet 1966 vom Stararchitekten Dieter Oesterlen, muss im großen Stil saniert werden. Unter anderem werden die abgehängten Decken geöffnet, um eine neue Lüftungs- und Klimaanlage zu installieren. Die hinter der Deckenverkleidung liegende Heizung soll ein Kühlaggregat bekommen, damit das Raumklima für die fragilen Ausstellungsstücke konstant bleibt.

Sanierung im großen Stil

Die angestaubte Dauerausstellung wird ohnehin derzeit im großen Stil neu konzipiert, seit 2017 sind die oberen Museumsgeschosse bereits weitgehend leergeräumt und für Besucher gesperrt. Eigentlich sollte die neue Dauerausstellung schon im Herbst 2019 eröffnen, doch dieser Zeitplan ist nicht zu halten: Im Zuge der Umgestaltung hätten sich buchstäblich mehrere neue Baustellen aufgetan, heißt es im Rathaus – etwa an der inzwischen von Gerüsten gestützten abgehängten Decke, deren Tragfähigkeit nicht mehr heutigen Standards entspricht. Außerdem hätten sich unter anderem bei der Verglasung Sicherheitsmängel ergeben. Stimmt der Rat zu, sollen nun weite Teile der Glasfassade saniert werden. Außerdem soll das Haus neue Leitungen bekommen. Auch Außentreppe und Balkon im Innenhof müssten denkmalgerecht saniert werden.

Wie hoch die Kosten ausfallen, werde noch ermittelt, sagt Stadtsprecherin Anja Menge; das Ergebnis werde frühestens im Herbst vorliegen. Die Bauzeit veranschlagt die Stadt auf mehrere Jahre; frühestens im Frühjahr 2023 soll das Haus seine Türen wieder öffnen. „Wir haben jetzt die Chance, das Museum künstlerisch und architektonisch in einen Topzustand zu bringen“, sagt Stadtsprecherin Menge.

Flagge zeigen in den Stadtteilen

Während der Schließung soll der Museumsbetrieb weitergehen – allerdings ohne Museum: Unter dem Motto „Geschichte wird weiter gemacht“ soll das Haus in die Stadtteilen Flagge zeigen. „Wir möchten den Menschen Hannovers Geschichte dezentral nahe bringen“, sagt Museumsdirektor Schwark. Er verweist auf das Historische Museum in Frankfurt, das während einer Bauphase in Turnhallen oder einem Schwimmbad untergekommen ist. „Vorträge und Kindergeburtstage können wir auch anderswo ausrichten“, sagt Schwark. Mit Museumsfahrzeugen könne man zudem Schulhöfe oder Marktplätze ansteuern.

Große Ausstellungen hingegen dürften sich aus konservatorischen und Sicherheitsgründen nur schwer an anderen Orten realisieren lassen. „Prunkstücke wie unsere Kutschen können wir nun einmal nicht mitnehmen“, sagt Schwark, „aber trotzdem werden wir weiter öffentlich präsent sein.“

Von Simon Benne

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