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Hannover Erkrankte Schüler aus Hannover: Laborergebnisse aus Grömitz liegen vor
Nachrichten Hannover Erkrankte Schüler aus Hannover: Laborergebnisse aus Grömitz liegen vor
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19:09 26.09.2019
Der Rettungsdienst in Ostholstein hatte das betroffene Jugendcamp Grömitz nach dem rätselhaften Brechdurchfall abgeriegelt. Damals wurden Proben genommen, um die Krankheitsursache herauszufinden. Quelle: Arne Jappe
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Hannover/Grömitz

Eine Woche ist es her, dass in Grömitz an der Ostsee 49 Kinder und zwei Erwachsene plötzlich über Brechdurchfall geklagt hatten. Ein Großteil der Betroffenen stammte aus der Integrierten Gesamtschule (IGS) Roderbruch in Hannover. Die drei achten Klassen waren auf Schulfreizeit in Schleswig-Holstein, ein Großaufgebot an Rettungskräften musste sich damals um die Kranken kümmern. Die Ursache für den Brechdurchfall war bislang unklar, jetzt hat der Kreis Ostholstein die Laborproben ausgewertet.

In einem Zeltlager in Grömitz in Schleswig-Holstein sind Kinder aus der Region Hannover und zwei Betreuer erkrankt.

Mehr als eine Woche benötigten die Experten, um zu einem Ergebnis zu kommen. Und selbst nach acht Tagen ist dieses mehr als unbefriedigend: „Eine Ursache für die Erkrankung konnte nicht festgestellt werden“, teilte die Verwaltung am Donnerstagnachmittag in einem knappen, vierzeiligen Statement mit. Damit lassen sich weder ein Infekt beispielsweise mit dem Noro-Virus noch eine Lebensmittelvergiftung ausschließen.

Rettungsdienst löste Großeinsatz aus

Schüler mehrerer Klassen der IGS Roderbruch in Hannover sind in Grömitz auf einem Campingplatz erkrankt.

Der Rettungsdienst Ostholstein hatte am vergangenen Mittwoch einen Großeinsatz ausgelöst, weil immer mehr Schüler mit Magen-Darm-Beschwerden in ein Krankenhaus eingeliefert wurden. Als die Zahl weiter stieg, entschied man sich für ein mobiles Lazarett direkt vor dem Jugendcamp in Grömitz. Mehr als 100 Helfer in Schutzanzügen waren etwa 24 Stunden im Einsatz, viele Eltern der betroffenen Kinder brachen nach der Nachricht sofort von Hannover aus an die Ostsee auf. Unter den Erkrankten waren auch zwei erwachsene Betreuer der IGS Roderbruch, die letzten Patienten konnten erst vergangenen Freitag zurück nach Hause.

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Von Peer Hellerling

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