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Hannover IGS Südstadt feiert Richtfest für neuen Flügel
Nachrichten Hannover IGS Südstadt feiert Richtfest für neuen Flügel
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09:12 02.10.2019
Der Rohbau für den neuen Flügel der IGS Südstadt ist fertig. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Südstadt

Nach längerem Hin und Her haben die Stadt Hannover und die IGS Südstadt am Mittwoch Richtfest für den neuen dritten Flügel der Schule gefeiert. Auf einer Fläche von 15.000 Quadratmetern sollen in dem neuen Gebäude entlang der Wißmannstraße naturwissenschaftliche Räume, Musikräume und Schülerküchen untergebracht werden. Außerdem ist dort im 2. Obergeschoss eine Ein-Feld-Sporthalle vorgesehen. Im Erdgeschoss des Neubaus entsteht eine Kita mit vier Gruppen für insgesamt 70 Kinder.

Neubau soll in einem Jahr fertig sein

Wir sehen hier, dass die Stadt intensiv in Bildung investiert“, sagte die kommissarische Chefin der Stadtverwaltung, Sabine Tegtmeyer-Dette, beim Richtfest. Die Stadt investiert in das Projekt insgesamt rund 31,5 Millionen Euro. Dazu gehört auch die komplette Sanierung des Schulgebäudes in der Pfalzstraße. Der Neubau soll im kommenden Spätsommer in Betrieb gehen.

Die Fassade des viergeschossigen Neubaus wird den beiden anderen Schulgebäuden, die unter Denkmalschutz stehen, mit einer Klinkerfassade angepasst. Der Bau im Passivhausstandard erhält ein Flachdach, das begrünt werden soll.

Sanierungsbedarf in den alten Gebäuden

Die IGS Südstadt ist im Jahr 2013 aus der ehemaligen Haupt- und Realschule Bertha-von-Suttner-Schule hervorgegangen. Die alten Gebäude waren in den Jahren 1929 bis 1931 als Volksschule errichtet worden. In ihrer mehr als 80-jährigen Geschichte beherbergte die Schule unter diversen Namen verschiedene Schularten und wurde unter anderem als Lazarett und als Stadtteilkino genutzt.

In den alten Gebäudeteilen gibt es erheblichen Sanierungsbedarf. Dringend notwendig sind unter anderem Verbesserungen beim Brandschutz und bei den Fluchtwegen, die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung sowie die Sanierung der Toiletten.

Verwaltungsgericht stoppte zunächst den Neubau

Bei der Sanierung soll das ehemalige Sporthallengebäude zwischen Pfalz- und Wissmannstraße im Erdgeschoss zu einer Mensa umgebaut werden. Die Sporthalle im Obergeschoss wird umfassend saniert.

Im Neubau sind naturwissenschaftliche Räume, eine Sporthalle und eine Kita geplant

Im Januar 2018 hatte das Verwaltungsgericht Hannover die Erweiterung der Schule vorläufig gestoppt. Anwohner hatten Klage eingereicht, weil sie meinten, dass das Bauvorhaben dem Charakter ihres Wohngebiets zuwider laufe. Das Gericht stimmte dem Eilantrag zu. „Das dem Wohngebiet immanente ,Ruhebedürfnis’ werde infrage gestellt“, hieß es zur Begründung.

Oberstufe doch noch genehmigt

Im März vergangenen Jahres hatte das Oberverwaltungsgericht Lüneburg den Baustopp aufgehoben. Eine Erweiterung der Schule sowie der Bau einer Kita sei den Anwohnern zuzumuten und verstoße nicht gegen den Charakter des Wohngebiets, sagte das Gericht zur Begründung.

Den Antrag auf Einrichtung einer gymnasialen Oberstufe an der IGS Südstadt hatte die Landesschulbehörde im vergangenen Dezember vorläufig abgelehnt. Zur Begründung hatte es geheißen, dass die dafür erforderliche Mindestzahl von 54 Schülern nur sehr knapp oder gar nicht erreicht werde. Im Februar dieses Jahres genehmigte die Landesschulbehörde die Oberstufe dann doch.

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Kommentar: Ein Klotz, der Hoffnung macht

Wer ist den vergangenen Monaten oder Jahren die Gelegenheit hatte, einen Blick in die IGS Südstadt zu werfen, der weiß, welche Erleichterung nun bei Schülern, Lehrern und Eltern herrschen muss: Endlich. Endlich tut sich etwas in der Schule, endlich geht es vorwärts. Denn im Innern der alten Gebäude der IGS ist seit Jahrzehnten nichts mehr gemacht worden, man hat den Eindruck, als habe die Stadt die Schulgebäude einfach Jahrzehnte vergessen und sich selbst überlassen.

Der Neubau ist ein ziemlicher Klotz in der kleinen Wißmannstraße, er wird das Bild in diesem Bereich nachhaltig verändern. Aber der Bau ist dringend nötig für eine Schule, die jetzt schon aus allen Nähten platzt.

Bei den Politikern ist der Beifall groß, dass nun endlich Fortschritte zu erkennen sind. Bleibt zu hoffen, dass es nach der Fertigstellung des Neubaus dann auch zügig mit der Sanierung der alten Schulgebäude weitergeht. Denn die ist dringend nötig.

Und für die Schule gibt es noch eine weitere Chance. Das Gelände der alten Feuerwache. Dort könnte einmal eine große Turnhalle gebaut werden, die von der Schule nur ein paar Meter entfernt liegt. Dann hätten die Schüler der IGS auch Platz für vernünftigen Sportunterricht.

Von Mathias Klein

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