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Hannover Schüler und Eltern fordern nach Protest gegen Mathe-Abi Konsequenzen
Nachrichten Hannover Schüler und Eltern fordern nach Protest gegen Mathe-Abi Konsequenzen
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21:16 06.06.2019
Schon 2013 gab es in Nordrhein-Westfalen von Schülern Proteste gegen ein zu schweres Mathe-Abitur. Quelle: Federico Gambarini/dpa
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Hannover

Anders als Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) sehen Eltern und Schüler durchaus Handlungsbedarf nach dem aus Schülersicht zu schweren Mathematikabitur. FDP-Bildungsexperte Björn Försterling führt die schlechten Noten auch auf den hohen Unterrichtsausfall zurück. René Weiske vom Stadtelternrat verweist darauf, dass die Fragen in der Abiturprüfungen offenbar ganz anders formuliert seien als die Arbeiten der Lehrer, die die Schüler aus dem Unterricht kennen. „Da kann man entweder die Abiturfragen verändern oder die Lehrer müssen ihre Schüler besser auf solche Fragen vorbereiten.“

Aufgabe bringt Schüler zur Verzweiflung

Ein Schüler, der die Prüfung auf grundlegendem Niveau geschrieben hat, bemängelt, dass dort etwas verlangt worden sei, was eigentlich nur im Leistungskurs-Abitur hätte abgefragt werden sollen. Konkret geht es um eine Aufgabe mit einer Drohne. Diese hatte zahlreiche Schüler zur Verzweiflung gebracht, wie die Kommentare der Unterzeichner der Online-Petition gegen das Matheabitur belegen. Die Petition war von rund 13.257 Schülern unterschrieben worden.

Nach Auskunft des Kultusministeriums haben die Mathematik-Abiturienten in diesem Jahr im Schnitt eine 4+ erreicht, nach einer 3- im Vorjahr. Ob dies das bislang schlechteste Resultat ist, kann das Ministerium nicht sagen. Geändert werde die Bewertung aber nach den Beschwerden in Niedersachsen nicht.

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Von Saskia Döhner

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