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Hannover Sexuelle Belästigung? Anonyme Schreiben belasten Hundertschaftsführer
Nachrichten Hannover Sexuelle Belästigung? Anonyme Schreiben belasten Hundertschaftsführer
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16:32 26.03.2019
Der Hundertschaftsführer ist nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe in den Innendienst versetzt worden. Quelle: NANCY HEUSEL
Hannover

Der Staatsanwaltschaft Hannover liegen seit Kurzem zwei anonyme Schreiben vor, in denen ein Hundertschaftsführer der Zentralen Polizeidirektion (ZPD) Niedersachsen in Hannover beschuldigt wird, Mitarbeiterinnen sexuell belästigt zu haben. Ein Vorfall soll sich während der Weihnachtsfeier der Behörde im vergangenen Jahr, ein weiterer bei einer Feier der Hundertschaft ein Jahr zuvor zugetragen haben. „Wir prüfen derzeit, ob es einen Anfangsverdacht auf Straftaten gibt und wir Ermittlungen einleiten können“, sagt Behördensprecherin Kathrin Söfker.

Beamter weist alle Vorwürfe zurück

Die beiden anonymen Schreiben waren zunächst bei der Leiterin der ZPD Christiana Berg und der Leiterin der Abteilung für interne Ermittlungen der Behörde eingegangen. Von dort wurden die Briefe an die hannoversche Staatsanwaltschaft weiter geleitet. In einem Brief an die Kolleginnen und Kollegen der betroffenen Hundertschaft, den der Leiter der Einheit verfasst hat, beteuert er seine Unschuld. Die Anschuldigungen entsprächen nicht seinen Werten, heißt es darin. Niemand dürfe aufgrund seiner Hautfarbe, seines Geschlechts oder wegen eines Sprachfehlers diskreditiert werden. „Mein Mandant streitet die Vorwürfe ab“, sagt Rechtsanwalt Matthias Waldraff, der den Hundertschaftsführer vertritt. Die Anschuldigungen gegen den Beamten seien eine Form der Zerstörung einer Person und eine Beschädigung der gesamten Polizei. „Ich fordere die anonymen Verfasser der Briefe auf, aus der Deckung zu kommen, damit die Fälle aufgeklärt werden können“, sagt der Strafverteidiger.

Hundertschaftsführer stellt Strafanzeige wegen Verleumdung

In den Briefen wird behauptet, der Hundertschaftsführer habe eine der Frauen während der Feier am Rücken und am Gesäß berührt. Im zweiten Fall soll der Vorgesetzte einer Frau die Hand auf das Knie gelegt und sie trotz Aufforderung dort nicht weggenommen haben. „Mein Mandant hat sofort nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe Strafanzeige wegen Verleumdung und vorsätzlicher Falschbehauptung gestellt“, sagt Rechtsanwalt Waldraff. Wann die Entscheidung fällt, ob die Staatsanwaltschaft in diesem Fall tatsächlich ein Ermittlungsverfahren gegen den Beamten einleiten wird, ist noch unklar.

Eine andere Weihnachtsfeier der Zentralen Polizeidirektion hatte im vergangenen Jahr bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Im Verlauf der Party war eine Frau durch eine Bierflasche am Kopf verletzt worden, eine Geldkassette wurde entwendet, Beamte urinierten an einen Zaun, Außenspiegel von Autos vor dem Gelände wurden demoliert. Die Vorfälle sind bis heute nicht aufgeklärt.

Von Tobias Morchner

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