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Hannover Shopping Queen Luisa Verfürth gibt Mode-Tipps für den Opernball
Nachrichten Hannover Shopping Queen Luisa Verfürth gibt Mode-Tipps für den Opernball
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19:15 04.02.2019
Moderatorin und Modejournalistin Luisa Verfürth hat sich mit der HAZ auf der Suche nach einem passenden Outfit zum Opernball begeben. Das Motto des Events lautet in diesem Jahr „Roaring Twenties“. Quelle: Katrin Kutter
Hannover

Die Zwanziger-Jahre Serie „Babylon Berlin“ ist überall Gesprächsthema und Charleston wird wieder an den Tanzschulen dieser Republik unterrichtet. Und so lautet passend zum Trend auch das Motto des diesjährigen Opernballs „Roaring Twenties“. Fragt man bei den Friseuren und Visagisten der Landeshauptstadt nach, wird schnell klar: Hannovers Damen bereiten sich schon akribisch auf das Opernballwochenende am 1. und 2. März vor. Wasserwelle, Wasserwelle und noch einmal Wasserwelle steht in den Buchungsbüchern vieler Salons. Und auch die Karten für die zweitägige Veranstaltung sind bereits restlos ausverkauft. Aber was bedeuten die Zwanziger-Jahre modisch und wie sollte man sich beim Opernball kleiden, um stilsicher über das Parkett zu wirbeln? Moderatorin und Modejournalistin Luisa Verfürth (33) hat bei Hannovers Schönheitsexperten nachgefragt, wie man sich gekonnt im Zwanziger-Look einkleidet...

Ein Ball – darf das Kleid trotzdem kurz sein?

Gegenüber von der Oper hängt Heike Mischewsky bei White & Night die neuste Lieferung von Kleidern auf die Stange. Die Verkäuferin, die sonst heiratswilligen Frauen zum passenden Kleid verhilft, hat eine genaue Vorstellung davon, was Frauen zum Opernball tragen können: „Dieses Mal darf man sich ruhig mehr nach dem Thema richten und das Gebot des langen Ballkleids mißachten. Gerade kleine Frauen greifen gerne zu kürzeren Kleidern, zum Beispiel mit Fransen.“ Inhaberin Klaudija Hentze sieht das hingegen anders: „Für den Opernball muss es ein langes Kleid sein. Eine 7/8-Länge wäre hinsichtlich des Themas auch noch okay. Aber Herren sollten definitiv im Smoking kommen.“ Luisa Verfürth, die im letzten Jahr vor allem durch die TV-Sendung Shopping Queen bekannt wurde, sagt: „In den Zwanziger Jahren hatte man sehr viele Verzierungen: Fransen, Pailletten und Federn. Das macht ein Kleid teuer.“ Und Tatsache: Ein bodenlanges Kleid mit aufwendigen Stickereien, das es Verfürth sofort angetan hat, soll in dem Fachgeschäft rund 900 Euro kosten. Die Moderatorin hat einen Tipp für das lang-kurz Dilemma. „Für das Flanieren durch die Gänge und den Walzer kann man ja ein langes Kleid wählen und für die Party ab Mitternacht ein Kurzes.“ Wer für den Opernball nicht so tief in die Tasche greifen möchte, sollte im Köstumverleih Raub der Sabinnerinnen in Lindens Fössestraße vorbeischauen. Dort berät Sabine Klusmann-Wiehe die Hannoveraner in Sachen Zeitreise. Kleider im Charleston-Stil verleiht sie ab zwanzig Euro und Roben mit Plisseefalten für 50 Euro pro Wochenende. Für die Expertin historischer Gewänder steht fest: „Die Fransenkleider spielten in der Epoche eine wichtige Rolle. Generell festliche Kleidung ist sehr wichtig – man sollte auf Alltägliches verzichten.“ Eine Zigarettenspitze – Ausdruck der beginnenden Frauen-Revolte, lange Handschuhe und Perlenketten, plus Federboa seien wichtige Accessoires eines Zwanziger Jahre Looks. Aber auch für männliche Kunden hat Klusmann-Wiehe einiges im Angebot. Für Herren empfehlt sie Stresemannhosen, jene schwarz-grau gestreiften Hosen, die Außenminister Gustav Stresemann in den Zwanzigern einführte, sind typisch für die Zeit. „Auch Gehrock, Frack und Zylinder sind passend. Männerhemden hatten Latz und Stehkragen, Hosen wurden mit Hosenträgern gehalten“, zählt sie weiter auf. Aber eines findet die Fachfrau ganz besonders wichtig: „Man muss zu den Kleidern passend geschminkt sein. Haare und Make-up unterstreichen das perfekte Äußere.“

Spitzer Mund trifft auf schmale Augenbrauen

Caroline Prenzler von der Parfümerie Liebe gibt zu Beginn des Besuchs zu: Wie man sich in den Zwanziger Jahren geschminkt hat, weiß sie nicht genau, da müsse sie ihre Visagistin Esin Hepürker fragen. „Ganz wichtig sind dünne Augenbrauen, ein schmaler Kussmund und stark betonte Augen – zum Beispiel mit Eyeliner“, erklärt diese und setzt einen bordeauxroten Lipliner bei Luisa Verfürth an, um die Form der Oberlippe nachzuzeichnen. Vor allem ein sogenannter Alabaster-Teint seien zu Beginn des letzten Jahrhunderts modern gewesen. „Früher hatte man Reispuder, um diesen Porzellanteint zu schminken.“ Heute würde nur noch ein Hersteller diese Art Make-up mit Reis, wie damals, produzieren. Die Kosmetikfachfrau empfiehlt alternativ eine sehr helle Nuance aufzutragen.Wer sich lieber schminken lassen möchte, kann sich am Tag des Balls in der Karmarschstraße von dem professionellen Team Prenzlers nachhelfen lassen. Für 55 Euro ohne und 60 Euro mit Kunstwimpern, können sich die Damen eine noble Blässe auf das Gesicht zaubern lassen. Auch vor Ort ist die Parfümerie Liebe Hannovers am Opernball-Wochenende für die Gäste da. Prenzler: „Wir sind an beiden Abenden vor Ort und bieten in unserer Beauty-Lounge in der ersten Etage das Auffrischen von Make-up an. In diesem Jahr gibt es sogar die Möglichkeit einer Handmassage zum Entspannen.“ Und für Notfälle an Kleid oder Frack hält die Parfümerie Liebe dort auch ein Nähkästchen mit Nadel und Faden bereit.

Bubikopf schlägt Lockenwickler

Was die Haare anbelangt, ist sich Luisa Verfürth sicher: Eine Wasserwelle muss es sein. Doch angekommen im Friseursalon TRIO Hair Company im Alten Rathaus warnt Stylist Nils Löwe Hannovers Shopping Queen vor: „Eine Wasserwelle macht optisch älter.“ Alternativ könne man die Haare auch streng zurückkämmen und mit einem auffälligen Stirnhaarband kombinieren. Ganz Mutige könnten sich auch einen Bubikopf, auch Pagenkopf genannt, schneiden lassen. Denn diese Kurzhaarfrisuren lösten, einhergehend mit der Emanzipation der Frau, eingedrehte Langhaarpracht langsam ab. Deswegen lautet Löwes Empfehlung an die blonde Moderatorin: „Man muss den Stil von damals in unsere Zeit transportieren. So ganz typisch kann man es einfach nicht mehr machen.“ Er frisiert daher eine Wasserwelle am Vorderkopf und steckt Verfürth die langen Haare in Kringeln am Hinterkopf zusammen. Männer sollten die Haare nass mit Gel durchkämmen und dann einen strengen Seitenscheitel ziehen – anschließend trocknen lassen. Ansonsten empfiehlt der Stylist, der Fantasie freien Lauf zu lassen. Er findet: „Es gibt kein richtig oder falsch – es gibt nur Ideen von dieser Zeit.“

Von Marleen Gaida

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