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Hannover Protec residiert jetzt am Raschplatz
Nachrichten Hannover Protec residiert jetzt am Raschplatz
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14:49 15.03.2019
Von der neuen Leitstelle aus haben die Mitarbeiter das Geschehen an den Haltestellen und in den Bahnen der Üstra im Blick. Quelle: Samantha Franson
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Hannover

Der Sicherheitsdienst der Üstra-Tochter Protec hat am Freitag sein neues Hauptquartier an der Fernroder Straße in Raschplatznähe offiziell eröffnet. Herzstück ist die Einsatzleitstelle, mit der unter anderem die Videoüberwachung in den Stadtbahnen und an 186 Stationen des Nahverkehrsunternehmens gesteuert wird. „Durch die moderne Technik können wir effektiver und effizienter für die Sicherheit sorgen“, sagt Geschäftsführer Mathias Lindscheid.

Raus aus dem beengten Kröpcke-Keller

Seit dem Expo-Jahr 2000 waren die Protec-Mitarbeiter auf 180 Quadratmetern in einem Kellerraum der Stadtbahnstation Kröpcke untergebracht – „ohne Tageslicht und bei häufig schlechter Luft“, wie Dienstleiterin Melanie Ribbentrop schildert. Auch die Technik genügte nicht mehr wirklich aktuellen Ansprüchen. Unter anderem war es nicht möglich, einzelne Bildschirme zu einem Großbild zusammen zu schalten. „Wir wollten raus aus dem Keller, und wir wollten mehr Platz“, erklärt Lindscheid.

Dass das Hauptquartier nun am Raschplatz und damit an einem der Brennpunkte in Sachen Sicherheitsgefühl und Sauberkeit in der City liegt, bezeichnet Lindscheid als Zufall. „Wir wollten einen Standort entweder am Kröpcke, am Hauptbahnhof oder am Steintor“. An der Fernroder Straße auf der Rückseite des Bahnhofs seien die Räumlichkeiten verfügbar gewesen.

Kosten betragen 420.000 Euro

Durch den Umzug haben alle Mitarbeiter der Einsatzleitstelle, der Stadtbahnwache und vom Fahrausweisprüfdienst ein Quartier in zentraler Lage auf mit 750 Quadratmetern viermal so großer Fläche wie bisher. 420.000 Euro hat die Protec in die Ausstattung der Räumlichkeiten mit Büros, Besprechungs- und Aufenthaltsräumen, Umkleidekabinen sowie in die technische Ausstattung investiert. Unter anderem sind zehn Kilometer Kabelstränge gezogen worden.

Videowand misst fünf Quadratmeter

„Das Videosystem hat sich als solches nicht geändert“, sagt Lindscheid. Es könne aber in der Leitstelle besser gesteuert werden, biete neue Möglichkeiten der Bildeinstellung und bessere Bedingungen für die Mitarbeiter. Auf sieben Arbeitsplätzen mit insgesamt 18 Bildschirmen können die Beschäftigten vom Hauptquartier aus die Einsätze der Außendienstmitarbeiter disponieren und auf die Überwachungskameras zugreifen. Blickfang ist eine fünf Quadratmeter große Videowand, bestehend aus sechs Displays. Sie lassen sich zu einem Großbild zusammenschalten.

Mitarbeiter können schneller reagieren

„Wir können das Geschehen in den Stationen und in den Bahnen rund um die Uhr verfolgen und bei Bedarf auch aufzeichnen“, schildert Michael Eckmann vom Sicherheitsdienst. Das Material aus den Wagen werde für 24 Stunden gespeichert, das von den Haltestellen für 48 Stunden. Nachträglich sichten, wenn durch die Aufnahmen etwa eine Straftat aufgeklärt werden könnte, darf es nur die Polizei. Was die Protec darf: Sie kann Sicherheitskräfte schnell dorthin schicken, wo aktuell etwas passiert – wenn etwa Kontrolleure von Fahrgästen bedrängt werden oder jemand in einer Station aus der Rolle fällt. „Gerade eben hatten wir einen Fall von Sachbeschädigung“, sagt Eckmann.

Das ist die Protec

Die Protec Service Gesellschaft wurde 1997 als Tochterunternehmen der Üstra gegründet und ist es auch heute noch. Hannoveraner und Besucher der Stadt kennen die Firma vor allem, weil die Mitarbeiter Fahrausweise in Bussen und Stadtbahnen kontrollieren und weil sie für die Sicherheit in den Fahrzeugen, in Stationen und im Auftrag der Hannover Region Grundstücksgesellschaft auf Flächen wie dem Raschplatz zuständig sind.

Die Protec macht aber noch mehr. Erstens übernimmt sie auch die Reinigung der Haltestellen und Fahrzeuge der Üstra, zweitens auch Aufträge im Objekt- und Personenschutz sowie der Parkraumbewirtschaftung für dritte. Seit Gründung ist das Unternehmen stark gewachsen. Aktuell beschäftigt es rund 270 Mitarbeiter; jeweils die Hälfte von ihnen im Bereich Sicherheit und im Bereich Sauberkeit.

Von Bernd Haase

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