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Hannover „Sechser im Lotto“: Hannovers neue Skatehalle Gleis D ist eröffnet
Nachrichten Hannover „Sechser im Lotto“: Hannovers neue Skatehalle Gleis D ist eröffnet
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19:27 06.10.2019
Jan Bisanz zeigt sein Können in der neuen Skatehalle Gleis D. Quelle: Katrin Kutter
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Hannover

Direkt an den Bahngleisen im Gewerbegebiet zwischen Hainholz und Vahrenwald ist die Skatehalle Gleis D offiziell eröffnet. Dabei bietet sie Skatern und BMX-Fahrern nicht nur einen großen Parcours mit Rampen aller Größen, sondern auch die Möglichkeit, bei Wind und Wetter ihrem Hobby nachzugehen. Der Verein zur Förderung von Jugendkultur und Sport ist Träger des Projekts und hat es sich zum Ziel gesetzt, Kindern und Jugendlichen einen Ort für Sport, aber auch für soziale Kontakte zu bieten.

Im Gleis D wurden die Rampen selbst gebaut

Einen „Sechser im Lotto“ nennt Vereinssprecher Sascha Wolters die Halle. 1500 Quadratmeter ist sie groß und damit rund 500 Quadratmeter größer als die alte Halle. Eine weitere Besonderheit: „Die Halle hat keine Stützpfeiler. Du kannst nirgendwo gegen fahren.“ Doch nicht nur das: Zur Halle gehört ein rund 1000 Quadratmeter großer Außenbereich. Geplant sei auch dessen Ausbau, sodass Skater bald drinnen und draußen skaten könnten. Wolters hofft, dass das die Halle auch im Sommer attraktiv macht.

Jan Bisanz und Sascha Wolters zeigen Tricks auf dem neuen Parcours.

„Wir stecken hier viel Zeit rein“, sagt Wolters. Die Rampen haben die Skater und Biker selbst gebaut. Während der Arbeiten hat der Verein viele neue Mitglieder gewonnen. Knapp 500 seien es mittlerweile, schätzt Jan Bisanz, der dort ein Freiwilliges Soziales Jahr macht. Als der Verein noch die alte Halle in Empelde betrieb, hätten sie nur 40 Mitglieder gehabt. Doch gleich nach der Vorstellung der Halle im April hätten sie viele Mitglieder hinzugewonnen. „Wir haben halt einfach unsere Ideen für alle zugänglich gemacht“, erklärt Wolters.

Jeder soll sich einbringen

„Wir versuchen jeden dazu anzuleiten, sich hier im Verein einzubringen.“ Eigentlich machten sie dort Jugendarbeit im ganz großen Stil. Das Angebot soll daher möglichst günstig sein. 15 Euro kostet die Mitgliedschaft im Monat. „Wir haben einen ganz anderen Zugang“, erklärt Wolters. Der Aufhänger sei natürlich der Sport, aber es ginge auch darum, dass die Jugendlichen soziale Verantwortung übernehmen. Frei nach dem Motto voneinander und miteinander lernen. Daher bieten sie nicht nur Workshops, sondern auch Angebote für Geflüchtete und Mädchen Skaten an.

Doch der Verein hat noch mehr Pläne: Graffiti etwa passe gut zum Skaten, meint Wolters. Auch ein Anfängerbereich soll eingerichtet werden. „Damit man sich nicht auf den Geist geht“, lacht Wolters. Jan Bisanz hat sein Freiwilliges Soziales Jahr im Gleis D verlängert. Fragt man ihn, was er am schönsten an dem Sport findet, hat er die Antwort sofort parat: „Die Leute auf jeden Fall.“

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Von Alina Stillahn

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