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Hannover Retter warnen vor Gefahren beim Baden und Grillen
Nachrichten Hannover Retter warnen vor Gefahren beim Baden und Grillen
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12:46 26.07.2019
Bei einem Badeunfall ist die Hilfe in den ersten Minuten entscheidend (gestellte Szene). Quelle: Johanniter
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Hannover

Die zweite Hitzewelle dieses Sommers hat Hannover im Griff. Am Wochenende zieht es wieder zahlreiche Menschen ans Wasser zum Baden, es wird gegrillt oder einfach nur die Sonne genossen. Doch die extremen Temperaturen bergen Gefahren für den Körper, außerdem kann es beim Grillen schnell zu schweren Verletzungen kommen. Eine wichtige Devise lautet dabei: sich selbst nicht überschätzen oder unachtsam sein.

Gerade beim Baden ist es wichtig, den Körper langsam an die Wassertemperaturen zu gewöhnen. Laut Deutscher Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) können mitunter 15 Grad und mehr Unterschied herrschen. Dann kann der Kreislauf schnell zusammenbrechen und der Schwimmer geht unter. Ratsam ist es daher, langsam ins Wasser zu gehen und vorher vor allem den Oberkörper nass zu machen. Ebenfalls entscheidend: nicht zu mutig sein. Wer 100 Meter hinausschwimmt, muss auch den Rückweg mit einkalkulieren. Ebenfalls sollten Alkohol und Drogen beim Baden tabu sein.

Bereits ein tödlicher Badeunfall

Dieses Jahr kam in der Region Hannover bereits ein 16-Jähriger beim Baden im Altwarmbüchener See ums Leben, 2018 starben bei sechs Unfällen vier Menschen. Bei einem Badeunfall raten die Johanniter, umgehend den Notruf 112 zu wählen. „Retter bringen sich leicht selbst in Gefahr, wenn sie versuchen, Ertrinkende aus dem Wasser zu ziehen“, sagt Kersten Enke, Leiter der Johanniter-Akademie in Hannover vor Notfallsanitäter. Vor allem Körperkontakt sollte vermieden werden, da die Opfer in ihrer Panik enorme Kräfte entwickeln, um sich schlagen und den Retter unter Wasser ziehen können.

Schnelle Hilfe ist entscheidend: Bewusstlose, die noch atmen, müssen an Land in die stabile Seitenlage gebracht werden. Sollte die Atmung trotzdem aussetzen oder sollten bereits leblose Personen aus dem Wasser geborgen werden, muss sofort bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Wiederbelebung begonnen werden. „Dabei kann man nichts falsch machen“, sagt Enke ermutigend. „Nichts zu tun ist für den Patient viel gefährlicher.“ Die Herzdruckmassage mit geballten Handballen erfolgt auf der Mitte des Brustkorbs, dieser muss 100 bis 120 Mal pro Minute kräftig gedrückt werden – die Retter empfehlen, dazu die Melodie des Bee-Gees-Klassikers „Stayin’ alive“ im Ohr zu haben. Auf alle 30 Massagen folgen zwei Atemspenden.

Beim Grillen drohen Brandverletzungen

Vorsicht am Grill! Quelle: Gerko Naumann

Selbst das Grillen kann zur Gefahr werden: Ungeduldige, die Spiritus in die Flamme schütten, können schwere Brandververletzungen davontragen. Gleiches gilt für Hungrige, die Würstchen mit den Fingern statt der Grillzange vom heißen Rost nehmen. Außerdem können Gasflaschen bersten, weshalb sie stets überprüft werden sollte. Brandschützer empfehlen prinzipiell, einen Eimer Wasser neben dem Grill zu haben. Kleine Kinder haben ebenfalls nichts neben dem heißen Grillrost zu suchen – plötzliche Flammen könnten sie schwer verletzen.

„Bei schweren, großflächigen Verbrennungen und auch generell im Gesicht, an den Händen oder Genitalien ist sofort der Rettungsdienst zu rufen“, sagt Enke. Ab mehr als handtellergroßen Verletzungen wird mindestens professionelle Hilfe empfohlen. Große Brandwunden sollten nicht mit Wasser gekühlt werden, da laut Enke eine Gefahr für den Kreislauf besteht. Außerdem sind offene Wunden steril abzudecken – dafür eignet sich das Material aus dem Auto-Verbandkasten. Bei kleineren Verletzungen beispielsweise an den Fingern rät der Johanniter, sie etwa zwei Minuten mit normal temperiertem Wasser zu kühlen. Und wie immer gilt laut Enke im Ernstfall: „Sofort die 112 rufen.“

Alle aktuellen Polizeimeldungen

Die aktuellsten Polizeinachrichten aus Hannover lesen Sie hier in unserem Ticker.

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