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Hannover Stadt baut Spielplatz für 345.000 Euro
Nachrichten Hannover Stadt baut Spielplatz für 345.000 Euro
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16:15 16.05.2019
Mädchen vom VfL Eintracht nehmen das Klettergerüst offiziell in Betrieb. Quelle: mathias.klein@t-online.de
Hannover-Hainholz

Mit einer Vorführung am Klettergerüst von Turnerinnen des VfL Eintracht aus der Südstadt und einem Fußballspiel zwischen dem VfV Hainholz und dem HSC Hannover haben Kinder und Jugendliche den neu gestalteten Spielplatz Am Hopfengarten in Hainholz in Betrieb genommen. Er gehört zum Projekt der Stadterneuerung in Hainholz. Bei der Veranstaltung am bundesweiten Tag der Städtebauförderung am Sonnabend hatte zunächst Bezirksbürgermeisterin Edeltraud-Inge Geschke gesprochen.

Junge hatte sich in Brief beschwert

Geschke berichtete, dass sich im Jahr 2013 ein in der Nähe des Spielplatz wohnender Junge in einem Brief über den Zustand des Geländes beschwert hatte. Zum Beispiel war bei Regenwetter der Boden des Bolzplatzes regelmäßig morastig geworden. Daraufhin startet die Stadt eine längere Planungs- und Bauphase, erzählte die Bezirksbürgermeisterin. Kinder und Jugendliche seien von Anfang an an den Planungen beteiligt gewesen.

Weil zwei benachbarte Spielplätze für jüngere Kinder angelegt sind und das Areal direkt an der Bahn schon seit jeher eher von Jugendlichen genutzt wird, richtet sich das Angebot jetzt bewusst an die Altersklasse ab etwa zwölf Jahren. Jetzt gibt es einen Bolzplatz mit einem Asphaltbelag, einen Baseketballkorb, eine Tischtennisplatte, ein Klettergerüst aus Metall, sowie einen Kletterbaum mit Seilen und großen Gummimatten, der fast bis in die Wipfel der Straßenbäume reicht. „Die Älteren können hier abhängen und chillen“, meint Geschke.

345.000 Euro hat der Umbau gekostet

Die Kosten für den Umbau des Spielplatzes liegen bei 345.000 Euro, das Geld wird aus dem Topf der Städtebaufördermittel finanziert. Die Planungen hatte das hannoversche Landschaftsarchitekturbüro Christine Früh übernommen.

Allerdings kam von der Bezirksbürgermeisterin auch Kritik. Sie bemängelte, dass es am Spielplatz zuwenig Fahrradstangen gibt. Und Geschke kritisierte, dass auf der Seite, des Bundeswohnungsbauministeriums, wo die Aktionen zahlreicher anderer Kommunen zum Tag der Städtebauförderung angekündigt sind, unter Hannover lediglich zu lesen sei: „Die Stadt hat keine Informationen zur Verfügung gestellt.“ Das sei an diesem besonderen Tag ein Wermutstropfen, meinte die Bezirksbürgermeisterin.

Seit 2011 wird in Hainholz saniert

Der Stadtteil Hainholz ist bereits seit 2011 im Sanierungsprogramm „Soziale Stadt“. Inzwischen sei viel erreicht worden, berichtet Geschke. Als Beispiele nannte sie neben der Sanierung von Spielplätzen, das neue Kinder- und Jugendzentrum, die seniorengerechte Umgestaltung von Wohnungen und die Sanierung von Straßen. „Hier in Hainholz ist zu sehen, wie wertvoll Förderprogramme sind“, betonte sie. In Hannover gibt es aktuell fünf Sanierungsgebiete im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“.

Geschke bedankte sich bei den Bürgern, die sich immer wieder an den Planungen beteiligen und bei der Sanierungkommission Hainholz.

 

Kommentar: Ein passender Platz für Jugendliche

Für Stadtteile wie Hainholz ist das Sanierungsprogramm Soziale Stadt ein Segen. Einiges an Geld fließt in soziale Projekte, die das Miteinander fördern sollen und können. So bringen der Kultursommer und Aktionen im Teegarten die Nachbarn zusammen, egal aus welchem Land sie einst eingewandert sind. Der Bund, das Land Niedersachsen und die Stadt Hannover wollen mit dieser Art der Städtebauförderung die Integration voranbringen und die Lebensverhältnisse verbessern.

In Hainholz haben Kinder von verschiedenen Projekten profitiert, die mithilfe des Programms Soziale Stadt gestartet sind. Die Stadt saniert die Spielplätze – jetzt kommen dabei auch die Jugendlichen an die Reihe. Sie hatten für den Spielplatz Am Hopfengarten ihre eigenen Wünsche geäußert, wollen klettern, unter freiem Himmel an Fitnessgeräten trainieren, bolzen, Streetball spielen oder auch einfach nur abhängen. Diese Wunschliste ist abgearbeitet, es kann losgehen.

Der Stadtteil Hainholz hat sich verändert, Häuser sind saniert oder gleich neu gebaut, Straßen erneuert und sicherer gestaltet worden. Dennoch gibt es noch große Lücken auf der Liste dessen, was erfoderlich ist. So existiert der Hainhölzer Markt weiterhin nur dem Namen nach. Bisher ist das Gelände nur eine unschöne Brache.

 

Von Mathias Klein

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