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Hannover Zu laut? Anwohner wollen gegen neuen Kunstrasenplatz klagen
Nachrichten Hannover Zu laut? Anwohner wollen gegen neuen Kunstrasenplatz klagen
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00:19 14.03.2019
Kunstrasenplätze wie hier das Feld des Zentrums für Hochschulsport sind bei Vereinen beliebt, weil sie fast bei jedem Wetter bespielt werden können. Quelle: Villegas
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Hannover

 Die Sportpolitiker des Rates haben am Montag dem Bau zwei neuer Kunstrasenplätze zugestimmt – auf dem Gelände des VfL Eintracht in der Südstadt und des Hannoverschen Sport-Clubs (HSC) in der List. Dennoch regt sich Widerstand. Bewohner der List wollen gegen den neuen Kunstrasenplatz beim HSC vorgehen. „Wir werden uns mit allen juristischen Mitteln wehren“, sagte ein Vertreter der Anwohner in der Sitzung des Sportausschusses.

Lärmbelastung durch Kunstrasenplatz zu groß?

Der Lärmbelastung sei in der Umgebung der HSC-Sportstätte ohnehin groß, meint der Vertreter der Anwohner. Wenn jetzt noch ein Platz hinzukomme, auf dem nahezu pausenlos gespielt werden kann, sei die Grenze des Zumutbaren erreicht. Sportdezernentin Konstanze Beckedorf betont, dass erst einmal geprüft werde, wo auf dem HSC-Gelände der Kunstrasenplatz entstehen könne. „Dazu werden wir auch ein Lärmschutzgutachten in Auftrag geben“, sagt Beckedorf.

Ratspolitik will über Vergabekriterien ändern

Auch in der Ratspolitik ist durchaus umstritten, dass ausgerechnet der HSC den Zuschlag bekommt. „Der Verein verfügt bereits über einen Kunstrasenplatz“, gibt CDU-Ratsherr Arne Borstelmann zu bedenken. Bei der Abstimmung über die beiden Bauvorhaben enthält sich der CDU-Mann als einziger, weil er mit der Form der Vergabe nicht einverstanden ist.

Damit steht Borstelmann nicht allein. Grüne und Linke kündigen an, dass sie bei der nächsten Bewerbungsrunde um den Bau von Kunstrasenplätzen noch einmal über die Kriterien nachdenken wollen. „Wir sollten uns fragen, ob wir soziale Belange nicht stärker berücksichtigen müssen“, sagt Grünen-Sportpolitiker Mark Bindert. SPD-Ratsfrau Peggy Keller schlägt vor, parteiübergreifend über Änderungswünsche zu diskutieren – und findet Zustimmung.

Die Stadt hatte in einem komplizierten Verfahren ermittelt, wer von den rund 30 Bewerbern den Zuschlag bekommen sollte. Ausschlaggebend waren unter anderem Kriterien wie die Auslastung der bisherigen Stätten eines Vereins, die Zahl der jugendlichen Mitglieder, das Einzugsgebiet und die Finanzkraft. Ausgeschlossen wurden im vorhinein Vereine, deren Gelände in Hochwassergebieten liegt, etwa der DHC. In den kommenden Jahren wird es noch mehrere Bewerbungsrunden geben. Die Stadt will insgesamt bis zu zehn neue Kunstrasenplätze bauen.

HSC-Platz erst 2021 fertig

Bis die Fußballer des HSC auf ihrem zweiten Kunstrasenplatz spielen können, wird noch viel Zeit vergehen. Das liegt daran, dass ein Naturrasenplatz umgewandelt werden soll. Welcher, ist noch nicht klar. Für das Vorhaben sei ein Bauantrag nötig, teilt die Stadt mit. Erst im Juli kommenden Jahres startet die Ausschreibung, mit Baubeginn rechnet die Stadt im März 2021, sodass der Platz im Oktober 2021 fertig sein dürfte.

Schneller geht es beim VfL Eintracht. Dort wird ein Platz mit bestehender Flutlichtanlage und Drainage umgebaut. Bereits in diesem Jahr soll die Ausschreibung starten, der Bau soll im Frühjahr kommenden Jahres beginnen. Im August 2020 könne der Platz bespielbar sein, meint die Stadt.

 

Von Andreas Schinkel

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