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Hannover Sorge um Technik: Grundschule Hallermund benötigt neue Rechner
Nachrichten Hannover Sorge um Technik: Grundschule Hallermund benötigt neue Rechner
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00:19 06.10.2018
So soll es aussehen: Die IGS hat bereits einen iServ-Zugang. Kleinere Schulen befürchten, vergessen zu werden.
So soll es aussehen: Die IGS hat bereits einen iServ-Zugang. Kleinere Schulen befürchten, vergessen zu werden. Quelle: Foto
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Nur ein Medienkonzept allein sei nicht ausreichend – wer den Unterricht digitalisieren möchte, der brauche auch moderne Hardware: Darauf hat jetzt die Leiterin der Grundschule Hallermund, Martina Rücker, hingewiesen. Beim Thema Hardware fürchte sie, „kleinere Schulen könnten ein wenig untergehen“.

„Wir brauchen Hardware“

Rücker sagte, dass sie und ihre Kollegen derzeit ein Medienkonzept erarbeiteten, in deren Rahmen sie bereits mit dem Schulserver iServ ausgestattet und vertraut gemacht worden seien. „Jetzt müssen wir die Hardware bekommen, die wir brauchen“, sagte die Schulleiterin – gemeint sind die Endgeräte für Schüler und Lehrer: Laptops, Desktop-Rechner und Tablet-Computer.

Anette Henkels (CDU) stellte klar, dass die Schulen ohnehin über ein eigenes Budget verfügten, über das sie seit einem Ratsbeschluss vor einigen Wochen sogar noch freier verfügen können. Henkels betonte aber, dass das Thema unabhängig davon in den Haushaltsklausuren der Parteien angesprochen werden solle.

Sie schlug vor, dass Rücker der Politik den Wunsch schriftlich darlegt. Demnach werde bereits ein Computerkonzept für die Schulen erstellt, das aber nicht über das übliche Schulbudget laufen solle.

Springes Schul-Fachbereichschefin Hanna Kahle stellte anschließend im Ortsrat klar, dass aktuell alle Schulen mit WLAN und mit dem Schulserver iServ ausgestattet werden. Dafür seien bereits Mittel im Haushalt der Stadt eingestellt worden – die Schulen müssten als nicht selbst Geld in die Hand nehmen.

Rücker erklärte, dass ihr Eindruck sei, dass viele Schulleiter bislang nicht wüssten, wie es nun beim Thema Internet an ihrer Schule weitergehen solle. „Aber es muss nun weitergehen, sonst bringt uns iServ nichts“, sagte sie – sprich, es müsse nun auch die Hardware her, damit Schüler und Lehrer den iServ-Zugang auch nutzen können. .Das Lernen mit Tablet-Computern und mobilen Computern ist in Springes Schulalltag bisher noch eher Ausnahme als Alltag. An der IGS indes gibt es Klassen, die erstmals mit iPads lernen. Und zwar immer.

Erfahrungen positiv

Die Erfahrungen, die die Lehrer mit diesen sogenannten iPad-Klassen gemacht haben, sind durchaus positiv. Der Unterricht böte zahlreichere Möglichkeiten, Themen ansprechend aufzuarbeiten – der Lernerfolg sei größer, so ein Fazit, das von Lehrern und Experten während einer Schulausschusssitzung gezogen wurde. 

Von Ralf T. Mischer