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Hannover Hier baut die Telekom Telefonzellen ab
Nachrichten Hannover Hier baut die Telekom Telefonzellen ab
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19:32 22.01.2015
Von Andreas Schinkel
Foto: Ausgedient: Ein Arbeiter baut eine Telefonzelle der Telekom in Hannover ab. Quelle: dpa/Archiv
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Hannover

Die Liste liegt der HAZ vor. In Zeiten allgegenwärtiger Smartphones dürften vor allem wirtschaftliche Gründe dafür sprechen, Telefonzellen abzubauen. Die Telekom hüllt sich trotz Nachfrage in Schweigen. Aus dem E-Mail-Verkehr des Konzerns mit Stadtverwaltung und Kommunalpolitik geht hervor, dass die Bezirksräte bis Ende Februar Einspruch erheben dürfen. Sollte eine Rückmeldung ausbleiben, setzt die Telekom das Einverständnis der Kommunalpolitik voraus und beginnt mit dem Abriss der Telefonzellen.

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Bedenken gibt es schon jetzt im Bezirksrat Mitte. „Vor dem Hauptbahnhof sollte es weiterhin einen öffentlichen Fernsprecher geben“, sagt CDU-Fraktionschef Dieter Prokisch. Denn für Besucher aus dem Ausland sei ein Anruf mit dem Mobiltelefon meist sehr teuer. Ebenso müsse auf dem Steintorplatz eine Telefonzelle bestehen bleiben, um Notrufe absetzen zu können. „Schließlich ist der Steintorplatz ein Konfliktherd“, sagt Prokisch. Die SPD teilt diese Meinung. „Wir müssen uns noch einmal darüber beraten“, sagt Sandow. Klar sei, dass an zentralen Orten ein öffentlicher Fernsprecher stehen bleiben muss.

FDP-Fraktionschef Wilfried Engelke kann zwar verstehen, dass nicht mehr so viele Telefonzellen benötigt werden. „Aber an Standorten, die besonders abends und nachts problematisch sind, halte ich ein öffentliches Telefon für zwingend notwendig“, sagt er. Grünen-Fraktionschef Martin Nebendahl meint, dass manche Standorte erhalten bleiben müssen, auch wenn sie unwirtschaftlich sind. „Das öffentliche Telefon vor der Uni am Königsworther Platz gehört dazu“, sagt er.

Ob die Einsprüche aus der Kommunalpolitik bei der Telekom Gehör finden, steht auf einem anderen Blatt. „Vermutlich wird das Verfahren ähnlich ausgehen wie beim Abbau der Briefkästen“, befürchtet CDU-Mann Prokisch. Damals habe der Bezirksrat für den Erhalt etlicher Kästen plädiert - weitgehend ohne Erfolg.

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