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Hannover Hannover kassiert 4,7 Millionen Euro für Tempoverstöße
Nachrichten Hannover Hannover kassiert 4,7 Millionen Euro für Tempoverstöße
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00:17 23.12.2017
Der neue mobile Blitzer hat 12.000 Mal ausgelöst.  Quelle: dpa
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Hannover

  In Hannover und im Umland sind neue, hochmoderne Blitzer im Einsatz – doch sie registrieren weniger Raser. Insgesamt sind Verstöße und Bußgeldeinnahmen zurückgegangen. Das belegen die aktuellen Zahlen aus Stadt- und Regionsverwaltung. Rund 7 Millionen Euro haben die Blitzer der Umlandgemeinden den öffentlichen Kassen beschert. Im vergangenen Jahr waren es noch 7,1 Millionen Euro. In Hannover bewegen sich die Bußgeldeinnahmen mit 4,72 Millionen Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau. Hinzu kommen im Stadtgebiet noch einmal Erträge von 3,87 Millionen Euro aus Knöllchen für Falschparker. „Es wäre uns lieber, nichts einzunehmen und dafür absolut verkehrssichere und unfallfreie Straßen zu haben“, sagt Stadtsprecher Udo Möller.

Die Zahl der Verkehrssünden, das sind Tempoverstöße und Missachten von Rot zeigenden Ampeln, ist in Hannover gegenüber dem Vorjahr um fast 18 Prozent zurückgegangen und liegt jetzt bei etwa 112 000. Trauriger Rekord: Der Blitzer auf der Vahrenwalder Straße hat in diesem Jahr stadteinwärts eine Höchstgeschwindigkeit von 157 Kilometern pro Stunde gemessen, auf der gegenüberliegenden Spur lag der Höchstwert bei 151 Kilometern pro Stunde. Auf der Friedrich-Ebert-Straße raste ein Fahrer mit Tempo 122 in die Radarfalle.

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Kommunen wird oft unterstellt, Blitzanlagen auch dort aufzustellen, wo die Unfallgefahr nicht allzu hoch ist, aber die Fahrer häufig in die Radarfalle tappen. Das weisen die Verwaltungen weit von sich. „Generell wird nur an Unfallschwerpunkten gemessen“, sagt Regionssprecherin Carmen Pförtner. Wenn sich alle an die vorgeschriebene Geschwindigkeit hielten, wären die Messungen nicht notwendig.

Die Stadt Hannover hat in diesem Jahr einen hochmodernen mobilen Blitzer für 135.000 Euro angeschafft. Das Gerät dürfte sich schnell amortisieren. Nach Angaben der Stadt hat der Blitzer, auf einem Anhänger in futuristischem Design montiert, an 157 Tagen den Verkehr kontrolliert – an 32 verschiedenen Standorten. In dieser Zeit hat die Anlage 12 000 Tempoüberschreitungen regis­triert. „Der Messanhänger war häufig an Stellen innerhalb von Tempo-30-Zonen im Einsatz“, sagt Möller. In diesen Bereichen hielten sich die Verstöße in Grenzen. In den Umlandkommunen kommt ein weiteres Modell des mobilen Hightech-Blitzers zum Einsatz.

In Garbsen hat die Stadtverwaltung ihre Kontrollen intensiviert, doch die Bußgeldeinnahmen sind rückläufig. Rund 886 000 Euro haben die elf stationären Anlagen in diesem Jahr eingebracht, im Vorjahr waren es mit weniger Geräten 1,2 Millionen Euro. 

In Wunstorf sind die Bußgelderträge von 295 000 Euro im Jahr 2016 auf jetzt rund 323 000 Euro angestiegen. Deutlich nach oben geklettert sind die Bußgeldeinnahmen, die Polizeikontrollen erbracht haben. Regionsweit beläuft sich die Summe auf 3,2 Millionen Euro, im Vorjahr waren es noch 2,4 Millionen Euro.

Von Andreas Schinkel

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