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Hannover Goldener Handschlag für Üstra-Vorstand Lindenberg
Nachrichten Hannover Goldener Handschlag für Üstra-Vorstand Lindenberg
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00:16 23.12.2017
Die Üstra-Vorstände Wilhelm Lindenberg (l.) und André Neiß.  Quelle: Foto: Heusel
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Hannover

 Erneut haben die Mitglieder des Üstra-Aufsichtsrats eine turbulente Sitzung hinter sich. Nachdem vor zehn Tagen die beiden Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg vor die Tür gesetzt und die beiden neuen Vorstände Volkhardt Klöppner und Denise Hain ins Amt gehoben worden waren, gab es bei einer Sondersitzung am Mittwoch Streit um eine gütliche Einigung mit Lindenberg. Letztendlich überstimmten nach Informationen der HAZ die Arbeitnehmer mit der Unterstützung von drei SPD- und Grünen-Politikern die Arbeitgeber. 

Das Ergebnis der Kampfabstimmung: Lindenbergs Arbeitsverhältnis läuft bis Ende kommenden Jahres weiter, wie auch ursprünglich vorgesehen, dann geht er in den Ruhestand. Bis zu diesem Zeitpunkt wird Lindenberg freigestellt, soll aber dennoch zumindest einen großen Teil seiner bisherigen Vergütung weiter erhalten. Der ehemalige Betriebsrat erhält nach Informationen der HAZ eine Grundvergütung von 200 000 Euro, die sonst üblichen Tantiemen fallen aber weg und seinen Dienstwagen muss er im Februar abgeben. Im Üstra-Betriebsrat und im Unternehmen hatte es nach Informationen dieser Zeitung erhebliche Unruhe vor allem wegen der Abberufung Lindenbergs von seinem Vorstandsposten gegeben. 

Lindenberg gilt als gute Seele des Unternehmens

Lindenberg gehört dem Unternehmen seit 40 Jahren an und gilt bei vielen als die gute Seele des Unternehmens. Bei der Abstimmung haben Ernesto Nebot Pomar, Frank Straßburger (beide SPD) und Brigitte Nieße (Grüne) für einen goldenen Handschlag mit Lindenberg gestimmt. 

Offenbar hatten die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat mit Folgen für die Üstra gedroht, sollte es keine Lösung für Lindenberg geben. Zudem war in dem Kontrollgremium eine von Lindenberg formulierte Pressemitteilung vorgelegt worden, in dem dieser seine Verdienste für die Üstra hervorgehoben hatte. Wie aus dem Umfeld des Aufsichtsrats zu erfahren war, ist damit der Streit um Lindenberg noch nicht ausgestanden. Denn wenn im Januar oder Februar der ablehnende Förderbescheid der Landesnahverkehrsgesellschaft für den Kauf von Hybrid-Bussen auf dem Tisch liegt, soll die Angelegenheit wegen des Millionenschadens für die Üstra noch einmal neu bewertet werden. 

„Über einen längeren Zeitraum schwere Versäumnisse“

Bei Vorstandschef Neiß blieb der Aufsichtsrat am Mittwoch dagegen bei seiner harten Linie: Ihm wird fristlos gekündigt. Im Regionshaus wird damit gerechnet, dass Neiß gegen seine Kündigung rechtlich vorgehen wird. „Beide Vorstände haben über einen längeren Zeitraum schwere Versäumnisse bei der Kontrolle im Unternehmen zu verantworten“, sagte Regionsverkehrsdezernent Ulf-Birger Franz, der Vorsitzender des Üstra-Aufsichtsrats ist. „Vor diesem Hintergrund war die Trennung von beiden zwingend geboten“, betonte er. 

Am Dienstagabend war bei den Aufsichtsratsmitgliedern ein neues Gutachten über das Handeln des Vorstands eingetroffen. Nach Angaben von Aufsichtsratsmitgliedern geht daraus hervor, dass der Umgang des Vorstand mit den vorgeschriebenen Regeln noch laxer war, als bisher bekannt. 

Von Mathias Klein

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