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Hannover Arbeiten Üstra und Regiobus künftig zusammen?
Nachrichten Hannover Arbeiten Üstra und Regiobus künftig zusammen?
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00:16 30.11.2017
Ein Bus von Regiobus hält am Busbahnhof in Hannover. Foto: Samantha Franson Quelle: Samantha Franson
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Hannover

 Eine Fusion der beiden Verkehrsbetrieb Üstra und Regiobus wäre mit erheblichen rechtlichen Problemen verbunden. Deshalb ist die in der Regionsverwaltung angedachte Verschmelzung der beiden Betriebe offenbar zumindest vorerst vom Tisch. Stattdessen soll nach HAZ-Informationen über eine engere Zusammenarbeit geredet werden. Das soll dabei helfen, Kosten zu sparen. Allerdings ist noch völlig offen, in welchen Bereichen eine Zusammenarbeit der beiden Verkehrsbetriebe tatsächlich positive Folgen für die wirtschaftliche Situation haben könnte. Die Zusammenarbeit soll dabei helfen, die wirtschaftliche Situation von Regiobus zu verbessern. Denn das Unternehmen ist immer stärker in die roten Zahlen gerutscht. 

Erste Ideen für die Zusammenarbeit könnten möglicherweise am 8. Dezember präsentiert werden. Dann tagen die Aufsichtsräte der beiden Unternehmen an einem Ort: im Hannover Congress Centrum. Bisher waren die beiden Aufsichtsräte unabhängig voneinander zu ihren Sitzungen zusammen gekommen.

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Einer einfachen Fusion stehen unter anderem die unterschiedlichen Rechtsformen entgegen: Die Üstra ist eine Aktiengesellschaft, Regiobus dagegen eine GmbH. Juristisch sehr verzwickt wäre auch eine andere rechtliche Situation. Die Üstra befindet sich ebenso wie die Stadtwerke unter dem Dach einer Holding, der Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft Hannover (VVG), Regiuobus könnte dort nicht so einfach eingebunden werden.  Außerdem gelten in beiden Unternehmen unterschiedliche Tarifverträge. Über eine Fusion war spekuliert worden, weil Regio-Bus-Geschäftsführer Martensen zurückgetreten ist und die Verträge der beiden Üstra-Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg offenbar aufgelöst werden sollen. 

Wie zu erfahren war, wird als Ersatz für den zurückgetretenen Regiobus-Geschäftsführer Martensen eine Übergangslösung gesucht, um dann die Stelle auszuschreiben. Auch für den Üstra-Vorstand ist die Regionsverwaltung auf der Suche nach Nachfolgern. Verdi hat für den Posten des Personalvorstands, den derzeit Lindenberg inne hat, Denise Hain nominiert. Für Neiß ist offenbar noch kein Nachfolger gefunden worden. Allerdings soll bis Weihnachten geklärt sein, wie es bei der Üstra weiter geht. 

Von Mathias Klein