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Hannover Schmiedestraße: Radler und Autofahrer sollen sich Fahrbahn teilen
Nachrichten Hannover Schmiedestraße: Radler und Autofahrer sollen sich Fahrbahn teilen
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15:13 06.06.2019
Die Schmiedestraße soll ein neues Gesicht bekommen. Quelle: Rainer Dröse
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Hannover

Die Schmiedestraße soll für rund 1,75 Millionen Euro umgebaut werden, doch die Stadtverwaltung verzichtet auf eine Spur für Radfahrer. Nach Informationen der HAZ ist vorgesehen, dass sich Autofahrer und Radler die Straße teilen, die Höchstgeschwindigkeit wird auf 20 Kilometer pro Stunde begrenzt. Die Schmiedestraße, die Marstall und Karmarschstraße verbindet, ist Teil des City-Radrings. Die Grünen begrüßen die Idee eines „shared space“ (geteilten Raums) für alle Verkehrsteilnehmer, dem Radfahrerverband ADFC gehen die Umbaupläne der Stadt nicht weit genug.

„Im Innenstadtbereich kann ein geteilter Verkehrsraum gut funktionieren“, sagt Grünen-Verkehrsexpertin Elisabeth Clausen-Muradian. Das zeige der shared-space-Bereich zwischen Karmarschstraße und Osterstraße (vor Sport Scheck). Zudem erhöhe sich dadurch die Akzeptanz unter den Verkehrsteilnehmern. „Voraussetzung ist aber, dass Autos nicht so schnell fahren“, sagt Clausen-Muradian. Entscheidend für die Planungen sei, dass das Parkhaus erreichbar bleibe.

ADFC: Schmiedestraße für Durchgangsverkehr sperren

Der ADFC kann sich auch einen gemeinsamen Straßenraum für Radler und Autofahrer vorstellen – aber nur mit weniger dichtem Verkehr. „Wir schlagen vor, die Schmiedestraße für den Durchgangsverkehr zu sperren“, sagt Dirk Hillbrecht vom ADFC-Vorstand. Das Parkhaus solle lediglich aus Richtung Marstall erreichbar bleiben. Die Zufahrt von der Karmarschstraße in die Schmiedestraße solle für Autos gesperrt werden, schlägt der ADFC vor. Auf der Strecke zwischen Marstall und Parkhauseinfahrt müsse Tempo 20 gelten. Oberirdische Autoparkplätze sollten zudem als Abstellflächen für Fahrräder ausgewiesen werden. „Die Pläne der Stadt sind zu wenig ambitioniert“, findet Hillbrecht.

Feuerwehr prüft Standorte geplanter Straßenbäume

Die Bauverwaltung lässt sich nicht in die Karten schauen. „Die Detailplanungen für den Umbau der Schmiedestraße laufen noch“, sagt Stadtsprecherin Michaela Steigerwald. Sobald die Arbeiten abgeschlossen seien, werde man sowohl den Anliegern als auch den Ratsgremien die Entwürfe vorstellen. Durchgesickert ist bereits, dass sich der Querschnitt der Straße verändert. Die Fahrbahn soll schmaler, die Gehwege breiter werden. Zudem will die Stadt entlang der Straße Bäume pflanzen.

Über die Standorte der Bäume muss jetzt noch die Feuerwehr Hannover befinden. Möglicherweise kann nicht jeder Baum dort stehen, wo ihn sich die Stadtplaner wünschen – aus Brandschutzgründen. Dem Vernehmen nach könnten manche Bäume zu nahe an den Häuserfronten stehen, sodass die Feuerwehr im Brandfall Probleme bekommt, ihre Drehleiter zu positionieren. „Das wird jetzt geprüft“, sagt ein Rathauskenner.

Von Andreas Schinkel

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