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Hannover Deutscher Wetterdienst warnt vor schweren Gewittern in der Region Hannover
Nachrichten Hannover

Unwetter in Hannover: DWD warnt vor Gewitter, Starkregen und Hagel am 04.06.2021

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21:39 04.06.2021
Ein Gewitter zieht aktuell über die Region Hannover hinweg.
Ein Gewitter zieht aktuell über die Region Hannover hinweg. Quelle: imago
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Hannover

Ein Tief zieht derzeit über die Region Hannover hinweg. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat deshalb eine Unwetterwarnung der Stufe 3 von 4 herausgegeben. Das Wolkenband bringt schwere Gewitter, Starkregen, Hagel und Sturmböen mit bis zu 75 km/h mit sich.

Die Wetterexperten warnen vor dem Aufenthalt im Freien. Durch Gewitter und starken Wind könnten Bäume entwurzeln und Dächer abgedeckt werden. Örtlich könne aus auch Keller volllaufen. Auch auf den Straßen droht Gefahr durch Aquaplaning. Die Warnung der Stufe 3 galt bis 20.30 Uhr. Derzeit hat sich die Lage beruhigt, die Warnung ist aufgehoben.

Wetter am Wochenende wird ungemütlich

Das Wochenende wird in weiten Teilen Deutschlands schwül-warm und gewittrig. Auch erneute Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen sind möglich, wie der DWD am Freitag mitteilte. Das gelte für die Mitte Deutschlands bis in den Süden und Südosten hinein. Über viel Sonne und nur wenige Wolken kann sich dagegen der Nordosten freuen. Am Samstag wird es dort 22 bis 28 Grad warm, am Sonntag liegen die Höchstwerte zwischen 20 und 27 Grad.

Unwetter hatten schon am Donnerstagabend erhebliche Schäden etwa in Teilen Nordrhein-Westfalens, in Rheinland-Pfalz und Hessen verursacht. Starkregen ließ Keller voll laufen, drückte Gullys hoch und führte zu überschwemmten Fahrbahnen und Unterführungen. Auf einigen Straßen stand das Wasser so hoch, dass Autos steckenblieben und die Feuerwehr den Insassen heraushelfen musste.

Wie werden Windstärken berechnet?

Windgeschwindigkeiten werden mit der Beaufort-Skala gemessen. Sie wurde von dem englischen Admiral Francis Beaufort (1774—1857) entwickelt. Die Skala reicht vom leisen Luftzug der Stärke 1 bis zum Sturm der Stärke 9 mit 88 Stundenkilometern, bei dem erste Dachziegel herabfallen. Ein schwerer Sturm (10) mit bis zu 102 Kilometern in der Stunde kann dicke Äste abbrechen. Der orkanartige Sturm (11) reicht bei bis zu 117 Kilometern, um ganze Bäume zu entwurzeln. Bei stärkerem Wind (12) ist ein Orkan erreicht, der schwere Verwüstungen anrichten kann. An Küsten wirbelt er große Wassermassen auf, die in Brechern einen Druck von mehreren Tonnen pro Quadratmeter verursachen können.

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Wie entstehen Gewitter und Blitze?

Wenn unterschiedlich warme Luftmassen aufeinandertreffen oder es in der Atmosphäre zwischen oben und unten besonders große Temperaturunterschiede gibt, gewittert es. Je heißer es am Boden ist, desto heftiger ist das Gewitter in der Regel. Die feuchtwarme Luft steigt nach oben, kondensiert und bildet eine Gewitterwolke. In der Wolke baut sich ein immer größer werdendes elektrisches Spannungsfeld auf, das sich durch eine Art Kurzschluss - einen Blitz - wieder entlädt. Häufig entstehen Gewitter innerhalb weniger Minuten und sind örtlich begrenzt.

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Wie häufig gewittert es denn?

Rund 2000 Gewitter pro Stunde gibt es laut DWD auf dem gesamten Planeten, die meisten davon in den Tropen. Bei jedem Gewitter blitzt es etwa 100 Mal pro Sekunde. Die meisten Blitze entladen sich zwischen den Wolken und schlagen nicht in Richtung Erde. In Deutschland blitzt es mehr als zwei Millionen Mal pro Jahr.

Von RND/dpa