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Hannover Mann verweigert Arbeitsstunden bei den Kickers Vahrenheide - und erpresst Verein
Nachrichten Hannover Mann verweigert Arbeitsstunden bei den Kickers Vahrenheide - und erpresst Verein
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00:21 29.03.2019
Tatort: Die Sportanlage des SV Kickers Vahrenheide. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Vahrenheide

Ein Zwischenspiel jenseits der Sportanlage musste der SV Kickers Vahrenheide absolvieren: Die Schatzmeisterin des Vereins war als Zeugin vor dem Amtsgericht geladen. Die 54-Jährige sagte gegen einen Mann aus, der dem Club eigentlich helfend zur Hand gehen sollte: 200 gemeinnützige Arbeitsstunden musste Marko S. ableisten, weil er sich wiederholt diverser Vergehen schuldig gemacht hatte. Doch der Verurteilte hielt sich nicht an den Richterspruch. Stattdessen bot er an, dem Verein Geld zu zahlen und sich die nicht geleisteten Arbeitsstunden dafür quittieren zu lassen. Aber der Plan ging nicht auf, es kam Erpressung ins Spiel, der 37-Jährige landete erneut vor Gericht – und wurde nun wegen Nötigung zu zwei Monaten Haft verurteilt.

Vorstrafenregister ist lang

Diebstahl, Drogenbesitz, Fahren ohne Führerschein: Das Vorstrafenregister von Marko S. ist lang – von 2000 bis 2018 referierte Amtsrichterin Svenja Tittelbach-Helmrich in der jüngsten Verhandlung eine lange Liste. Dazu zählte auch die Nötigung gegenüber der Kickers-Schatzmeisterin, zu der es im Sommer vergangenen Jahres gekommen war.

Schnell habe sich gezeigt, dass Marko S. die ihm vom Platzwart zugeteilten Aufgaben nur sehr unregelmäßig wahrgenommen habe, erklärte die Zeugin vor Gericht. Immer wieder habe er neue Ausreden gehabt, warum er nicht auf dem Vereinsgelände erscheinen könne, um die Arbeitsstunden abzuleisten. Und immer wieder habe er sie bedrängt, stattdessen Geldzahlungen zu akzeptieren; von 250 Euro soll die Rede gewesen sein. Weil ihr das nicht geheuer war, informierte die Schatzmeisterin den Bewährungshelfer von S. „Der hat mich gewarnt, ich solle mich nicht einlullen lassen“, sagte sie. „Aber dann bin ich doch schwach geworden.“

Schnell holten sie ihre Bedenken wieder ein. Sie habe den Bewährungshelfer informiert, dass die Zusammenarbeit mit S. beendet sei und diesen davon in Kenntnis gesetzt. Mit Folgen: Der Beschuldigte drohte ihr, den unlauteren Deal auffliegen zu lassen und setzte sie verbal unter Druck. Schließlich habe sie sich selbst angezeigt, sagte die Schatzmeisterin mit sichtlich schlechtem Gewissen. Amtsrichterin Tittelbach-Helmrich überzeuge die Darstellung der Zeugin. Die Initiative für die „Unrechtsvereinbarung“, die schließlich in der Nötigung gipfelte, sei von Marko S. ausgegangen, sagte sie Richterin.

Vier einschlägige Vergehen

Sie hatte in der Verhandlung noch über weitere Delikte zu befinden: Vier einschlägige Vergehen waren ebenfalls angeklagt, darunter mehrere Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Tätlichkeit gegenüber Polizeibeamten und der Diebstahl eines Mountainbikes einer früheren Bekannten. Unterm Strich muss Marko S. nun elf Monate ins Gefängnis. Auch wenn er einen Therapieplatz in einer Drogenklinik hat und beteuerte, sein Leben ändern zu wollen, könne sie die Haftstrafen nicht erneut zur Bewährung aussetzen, stellte die Richterin klar: „Sie haben in hohem Maße eine kriminelle Energie erkennen lassen und alle Bewährungsauflagen immer wieder ignoriert.“

Von Juliane Kaune

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