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Hannover Neues Kita und Familienzentrum eröffnet
Nachrichten Hannover Neues Kita und Familienzentrum eröffnet
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15:00 24.01.2019
Oberbürgermeister Stefan Schostock überreicht Kita-Leiterin Julia Plettenburg ein Einweihungsgeschenk. Quelle: Fotos: Irving Villegas
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Vahrenheide

Der Name ist Programm: Carl-Sonnenschein-Haus heißt die neue Kindertagesstätte an der Chemnitzer Straße in Vahrenheide, die gleichzeitig auch Familienzentrum ist und nach dem katholischen Priester Carl Sonnenschein benannt wurde. Strahlende Gesichter gab es auch zur Eröffnung am vergangenen Wochenende – die neue Einrichtung ist großzügig, farbenfroh und multifunktional gestaltet. Leiterin Julia Plettenburg kommt ins Schwärmen. „Ich mag moderne Ge­bäude, denn darin kann man auch moderne Pädagogik er­möglichen.“ Besonders freut sich Plettenburg über die Ordnung und Struktur. „Das Haus ist in sich sehr gut strukturiert und schön hell. Außerdem hat jeder Raum einen Ausgang nach draußen.“

Oberbürgermeister Stefan Schostok bezeichnete den Bau bei der offiziellen Eröffnung als „wichtigen Baustein unserer Investitionen im Be­reich Bildung und Betreuung.“ Die Stadt wolle eine bedarfsgerechte Betreuung erreichen, denn eine gute Kinderbetreuung sei für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf unverzichtbar. Das Carl-Sonnenschein-Haus wurde von Ende Juni 2017 bis September 2018 neu errichtet. Das alte Gebäude aus dem Jahr 1963 sei nach Angaben der Stadt stark sanierungsbedürftig gewesen und habe den Kindergruppen keinen angemessen großen Raum geboten. Während des Neubaus wurde die Kita in Containern untergebracht. Diese sollen künftig in eine eigenständige Kindertagesstätte mit fünf Gruppen umgebaut werden.

Familienzentren

Seit 2006 werden in Hannover Kindertagesstätten in verschiedenen Stadtteilen zu Familienzentren weiterentwickelt. Inzwischen sind 44 Einrichtungen nach diesem Konzept entstanden, die zusätzlich finanziell durch die Stadt gefördert werden. Alle großen Träger von Kindertagesstätten in Hannover sind mit Einrichtungen beteiligt. Zusätzlich zur Betreuung, Bildung und Erziehung von Kindern im Sinne des Kindertagesstättengesetzes gibt es in den Familienzentren vielfältige Angebote für die ganze Familie wie Babygruppen, Sprachkurse, Beratungsgespräche, Freizeitaktionen und Gesundheitsförderung.

Eine weitere Besonderheit der Familienzentren ist das Elterncafé, wo sich die Familien über Angebote informieren, Kontakte knüpfen und aktiv beteiligen lönnen. Alle Angebote der Familienzentren richten sich neben den Eltern auch an alle Bewohner des Stadtteils.sub

Der gesamte Bau, der im Rahmen eines Projekts der öffentlich-privaten Partnerschaft (ÖPP) durchgeführt wurde, kostet rund 5,65 Millionen Euro. In zwei Kindergartengruppen, einer Integrationsgruppe, zwei Krippengruppen und einer Hortgruppe werden 118 Kinder be­treut. Sie verteilen sich auf drei Kindergartengruppen mit insgesamt 68 Kindern, zwei Krippengruppen (ein bis drei Jahre) mit zusammen 30 Kindern sowie eine Hortgruppe (sechs bis zehn Jahre) mit 20 Kindern.

Das Gebäude mit einer Nutzfläche von 1000 Quadratmetern ist im Passivhausstandard in massiver Bauweise mit einer gut gedämmten und luftdichten Außenhülle errichtet worden. Parallel zur Straße erstreckt sich ein zweigeschossiger Trakt. Darin sind die Gruppenräume zum rückwärtigen Freigelände ausgerichtet, Flure und Garderoben sind davor zur Straße angeordnet. Verwaltung, Technik, Essbereich und der dreiseitig von Grün umgebene Mehrzweckraum sind in einem eingeschossigen Gebäudeteil untergebracht.

Platz für klein und groß: Das Carl-Sonennschein-Haus an der Chemnitzer Straße ist Kita und Familienzentrum zugleich. Quelle: Villegas

Träger der Kita ist die Caritas. Die Einrichtung ist zudem als Familienzentrum konzipiert. Das schließt Elterntreff, Bibliothek und „Rucksackprogramm“ (Sprachförderung unter Einbeziehung der Eltern) sowie das sogenannte „GWG-Programm“ (gemeinsam Wachsen-Gruppe: frei für alle Eltern des Stadtteils mit Kindern unter drei Jahren) mit ein. Für das gemeinsame Mittagessen wird täglich frisch gekocht – abwechslungsreiche und gesunde Kost. Im Hortbereich können die Kinder an verschiedenen Freizeitaktivitäten wie etwa Schwimmkurs, Werken und Forschen teilnehmen.

Als Familienzentrum bietet das Carl-Sonnenschein-Haus zudem auch gemeinsame Familienausflüge, Kulturtreff-, Museums- und Theaterbesuche an. Gemeinsame Feste und Veranstaltungen mit der Pfarrgemeinde St. Franziskus und anderen kirchlichen, kulturellen und städtischen Einrichtungen unterstützen den Zusammenhalt im Stadtteil und gehören zum großen Netzwerk der Einrichtung. Ein Konzept, das aufgeht im Stadtteil. „Zum Martinsumzug sind die Nachbarn mit selbst gebastelten Laternen gekommen, Weihnachten ha­ben wir Kekse gebacken und für Ostern ist das gemeinsame Bemalen von Eiern geplant“, sagt Plettenburg.

Von Susanna Bauch

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