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Hannover G9 an der Leibnizschule: Schüler ziehen in Container auf dem Sportplatz
Nachrichten Hannover G9 an der Leibnizschule: Schüler ziehen in Container auf dem Sportplatz
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13:57 28.10.2019
Mehr Platz für den 13. Jahrgang: Die Leibnizschule stockt auf, dafür kommen während der Bauzeit ein paar Klassen in Container. Quelle: privat
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Mit einem Mammutbauprogramm reagiert die Stadt auf die Umstellung am Gymnasium auf das Abitur nach 13 Jahren, um dem wachsenden Platzbedarf gerecht zu werden. Im Sommer 2020 müssen die Schulen einen Jahrgang zusätzlich aufnehmen. Mit der Umstellung von zwölf zurück auf 13 Jahre Unterricht bis zum Abitur wird auch an der Leibnizschule in der List im nächsten Jahr kein Abiturjahrgang die Schule verlassen. Dadurch wird ein Jahrgang mehr an den Schulen unterrichtet – und der Platz für dann rund 1100 Schüler wird eng. Die Pläne, diesen erhöhten Raumbedarf aufzufangen, stehen für das Gymnasium bereits – die Bestandsgebäude werden für zusätzliche Unterrichts- und Fachräume um eine Etage aufgestockt, die Gesellschaft Hanova ist mit der Umsetzung beauftragt.

Schüler weichen in Containermodule aus

Für die Zeit dieser Baumaßnahmen müssen Schüler und Lehrer allerdings in eine sogenannte Modulanlage ausweichen. Die Pläne dafür wurden in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Vahrenwald-List vorgestellt und von diesem Gremium auch beschlossen. Rund 1,9 Millionen Euro kosten die Unterrichtsräume auf Zeit, die jährlichen Mietkosten belaufen sich auf 300.000 Euro. Die geplante Modulanlage wird auf der Fläche der Sportanlagen neben der Halle und der vorhandenen Laufbahn auf dem Areal zwischen Lister Kirchweg und Tannenbergallee aufgestellt. In der Anlage werden zwölf Unterrichtsräume, drei Differenzierungsräume, eine Lehrerstation sowie ein Lehrmittelraum, Toiletten und Nebenräume eingerichtet.

Provisorium ist auf drei Jahre ausgelegt

Haupteingang und Sanitäranlagen der Zwischenlösung, die 2020 für drei Jahre in Betrieb genommen werden soll, sind für den mittleren Teil des Gebäudes geplant, Fenster und Glastüren am Ende der Flure sollen für Orientierung und Tageslicht sorgen. Geheizt wird mit Flüssiggas. Obwohl die Modulanlagen einen erheblichen Teil der Außenfläche beanspruchen werden, können die Schüler Laufbahn, Sprunggrube und einen Teil der Sportflächen weiterhin nutzen. Zur Abtrennung der Bereiche wird ein Zaun aufgestellt.

Um die temporären Unterrichtsräume auf der Sportanlage zu erschließen, müssen an der Höfestraße zudem zwei Bäume sowie einige Sträucher weichen, für Ersatzpflanzungen wird laut Stadtverwaltung aber gesorgt. Die Schüler erreichen ihre künftigen Klassenräume über den Eingang am Lister Kirchweg. Die Zwischenlösung sieht auch einen Schulhof vor – ausgestattet mit Hockerbänken und zwei Tischtennisplatten. Dazu wird die Zahl an Fahrradbügeln aufgestockt und eine Tisch-Bank-Kombination aufgestellt. Sobald die Erweiterungsarbeiten am Hauptgebäude des Gymnasiums abgeschlossen sind, soll die Fläche wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt werden – und wieder ausschließlich für sportliche Aktivitäten zur Verfügung stehen.

Gymnasium im Osten der Stadt sind vorbereitet

Auch die anderen Gymnasien im Osten der Stadt bereiten sich auf die neuen G9-Jahrgänge vor. Die Ricarda-Huch-Schule kann durch internes Umorganisieren rechtzeitig Platz schaffen, die Sophienschule zieht aus ihrem denkmalgeschützten Hauptgebäude in einen Neubau an der bisherigen Außenstelle Lüerstraße, und das Kaiser-Wilhelm- und Ratsgymnasium bekommen einen Neubau auf dem Gelände des alten Naturwissenschaftstraktes sowie eine Mensa.

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