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Hannover Radfahrer sollen mit rotem Asphalt Vorrang auf Jakobistraße bekommen
Nachrichten Hannover Radfahrer sollen mit rotem Asphalt Vorrang auf Jakobistraße bekommen
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15:00 07.06.2019
Bremer Vorbild: Ganz in Rot. Quelle: privat
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Wenn es nach SPD und Grünen im Bezirksrat Vahrenwald-List geht, wird auch die Jakobistraße in der List offiziell zur Fahrradstraße. Einen entsprechenden Antrag haben die Fraktionen in der jüngsten Sitzung des Gremiums vorgelegt – und trotz sieben Neinstimmen auch durchgesetzt. Die Antragsteller wollen Radfahrern auf der Jakobistraße in dem Abschnitt zwischen Voß- und Edenstraße oberste Priorität einräumen. Dafür sollen die Bereiche für parkende Autos mit einer durchgezogenen Linie visuell von der Fahrbahn abgetrennt werden. Die Fahrbahn selbst wiederum soll durchgängig rot eingefärbt und in regelmäßigen Abschnitten mit Fahrradpiktogrammen versehen werden.

„Die Jakobistraße bündelt im beschriebenen Abschnitt den Radverkehr zu Lister Meile und Edenstraße“, sagt die stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Monica Plate (Grüne). Roter Asphalt nach Bremer Vorbild sowie Piktogramme würden die Orientierung für alle Verkehrsteilnehmer erleichtern. Dass die blauen Zeichen, die die Edenstraße seit einigen Jahren als Fahrradstraße ausweisen, oftmals noch ihre Wirkung verfehlen, beklagen die Fraktionen und fordern in einem zweiten Antrag, die Straße sowohl optisch als auch hinsichtlich der Verkehrsführung umzugestalten.

„Die jetzige Gestaltung der Edenstraße bringt nur begrenzte Vorteile für Fahrradfahrende. Wir wünschen uns eine Verringerung des durchfahrenden Verkehrs sowie eine komplett rote Fahrbahndecke", erklärt Grünen-Politiker Klaus Geschwinder. Die Verwaltung solle dies im Zuge der geplanten Erneuerung der Straße umsetzen. „Wir wollen ein gegenläufiges Einbahnstraßensystem in dem Quartier“, so Geschwinder. Der Abschnitt zwischen Droste- und Lützerodestraße etwa könne Richtung Süden ebenfalls zur Einbahnstraße werden. Außerdem könne der Durchgangsverkehr durch bauliche Maßnahmen unterbrochen werden – wie etwa in der Südstadt, wo Poller die Durchfahrt von Masch- in die Meterstraße unterbinden.

„Das verringert den Durchgangsverkehr und kommt auch den Anwohnern zugute. Die Edenstraße kann zu einer echten Attraktion für Fahrradfahrende werden,“ meint Geschwinder. Die Straße dient derzeit vielen Autofahrern als Abkürzung zwischen Celler und Ferdinand-Wallbrecht-Straße – Radfahrer kommen hier oftmals zu kurz. Eine Fortsetzung der Fahrradstraße in die Jakobistraße sei eine logische Konsequenz, „wenn man die Radstraße gut in das umliegende Quartier einbinden und auch als Veloroute zwischen den Stadtteilen stärken will,“ so Geschwinder.

Die Bezirksratsmitglieder von CDU und AfD indes wollten den Anträgen nicht folgen. Der AfD fehlt ein klares Konzept und Lars Pohl (CDU) ist sich sicher, dass der Klimawandel auf diese Weise nicht aufgehalten werden könne. „Die Lister Meile muss gut angebunden bleiben, ich halte das für Verschwendung von Steuergeldern.“ Autofahrern müsse klargemacht werden, dass sie auf einer Fahrradstraße Gäste seien,hält Thomas Bechinie (SPD) dagegen. Und Grünen-Politikerin Gisela Witte ergänzt: „Das Umsteigen aufs Rad erfordert Mut – dafür müssen wir die Grundsteine legen.“ Am besten roten Asphalt.

Von Susanna Bauch

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