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Hannover Maschpark zugemüllt: Stadt droht mit weiteren Verboten
Nachrichten Hannover Maschpark zugemüllt: Stadt droht mit weiteren Verboten
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00:39 14.05.2018
Sollte sich der Mülltrend in den Grünanlagen nicht umkehren, droht die Stadt mit weiteren Verboten und Bußgeldern. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

 Nach dem Vatertag versinkt der Maschpark im Müll. Als das Gelage am Donnerstag gegen 22.45 Uhr endete, blieben leere Flaschen, Bierdosen, Grillreste und Verpackungen zurück. Angesichts der massiven Verschmutzungen droht die Stadt nun damit, in Zukunft weitere Sanktionen zu verhängen. Sollte sich der allgemeine Trend zum Liegenlassen des Mülls nicht umkehren, „werden Kommunen gezwungen sein, häufiger Verbote auszusprechen und noch mehr zu kontrollieren“, sagt Stadtsprecher Udo Möller. Auch das verstärkte Verhängen von Bußgeldern sei denkbar.

 Zu Himmelfahrt hatte die Verwaltung erstmals ein Glasflaschen- und Grillverbot für den Maschpark verhängt. Anfangs hielten sich die meisten Feiernden daran, doch mit zunehmendem Alkoholkonsum sank die Hemmschwelle. Gegen 18 Uhr traten die städtischen Kontrolleure laut Möller „aufgrund des hohen Alkoholkonsums bei manchen Feiernden“ in Absprache mit der Polizei den Rückzug an. Der zurückgelassene Müll sei „ausgesprochen ärgerlich und vollkommen unangebracht“, sagt Möller, „die Kosten für die Reinigung trägt die Allgemeinheit.“ Dies sei jedoch nicht nur ein Phänomen an Vatertag. Möller: „Wir erleben das nahezu täglich.“ Man könne und wolle die Grünflächen eigentlich nicht für die Allgemeinheit sperren, allerdings setze dies eine „sinnvolle und verantwortungsvolle Nutzung“ voraus.

„Kosten für die Reinigung trägt die Allgemeinheit“

Aus polizeilicher Sicht verlief der Vatertag dagegen durchaus positiv, insgesamt habe laut Behördensprecher Thorsten Schiewe in der Region „größtenteils eine friedliche und ausgelassene Stimmung“ geherrscht. Allerdings gab es gelegentliche Zwischenfälle, oft gegen die Beamten: „Insbesondere im Maschpark und am Maschsee, aber auch in der Wedemark verzeichneten wir mit zunehmender Alkoholisierung vermehrt Auseinandersetzungen und aggressives Verhalten“, sagt Schiewe. Insgesamt verzeichnete die Polizei in der Region 89 Straftaten.

Den schwersten Zwischenfall gab es gegen 15 Uhr im Maschpark. Ein Mann hatte mehrere Besucher beleidigt. Als er von der Polizei des Platzes verwiesen wurde, „leistete der Besucher erheblichen Widerstand“, so Schiewe. Außerdem solidarisierten sich rund 40 Feierlustige mit dem Streithahn und beleidigten die Beamten. Diese mussten Pfefferspray einsetzen. Gegen 17.30 Uhr schritten die Polizisten erneut ein und nahmen vier Personen in Gewahrsam. Allein in Hannover leiteten die Beamten 68 Strafverfahren ein – darunter 16 Körperverletzungen, 25 Beleidigungen und vier Widerstände gegen Vollstreckungsbeamte.

Im Umland kam es in der Wedemark zu einem größeren Einsatz. An der Meitzer Straße zwischen Hellendorf und Meitze nahmen die Beamten einen 20- und 21-jährigen Mann in Gewahrsam. Der Jüngere leistete heftigen Widerstand und schlug einem Polizisten ins Gesicht, der Ältere beleidigte mehrere Beamte und bedrohte einen auf dem Weg zur Wache. In den übrigen Kommunen blieb es weitestgehend ruhig. Am Steinhuder Meer gab es bei rund 1800 Besuchern lediglich 15 Strafanzeigen. Ein Grund für die verhältnismäßig friedliche Vatertagssause seien die erfolgreichen Allgemeinverfügungen einzelner Kommunen wie Langenhagen und Isernhagen gewesen. Diese hatten im Vorfeld an einigen Partystandorten generelle Alkohol- und Lärmverbote ausgesprochen.

Von Peer Hellerling

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