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Hannover Verkehrsminister fordert kürzere Baustellenzeiten
Nachrichten Hannover Verkehrsminister fordert kürzere Baustellenzeiten
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07:00 22.12.2018
Minister Bernd Althusmann besichtigt die Verkehrsmanagement Zentrale VMZ. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Zum ersten Mal in seiner Amtszeit hat Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen (VMZ) in Linden besucht. Rund um die Uhr überwachen dort 34 Operatoren in drei Schichten die Verkehrssicherheit auf den niedersächsischen Abschnitten von A 2 und A 7, Messeschnellweg und den übrigen Straßen im Großraum Hannover.

Der 52-jährige Minister hatte viele Fragen an die Verantwortlichen in die Zentrale mitgebracht. So ließ sich Althusmann von VMZ-Leiter Joachim Ernst erklären, ob das Einrichten von Baustellen während der Ferienzeit nicht vermeidbar sei. „Wir tun das, so gut es geht“, sagte Ernst. Da die Zeit für Baustellen wegen der Witterung auf die Frist von März bis November begrenzt sei, bleibe nur ein relativ kleines Zeitfenster während dieser wärmeren Monate.

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Weiter forderte der Minister, die Aufbauarbeiten für Autobahnbaustellen zu beschleunigen: Es solle keine Verzögerungen mehr zwischen der Errichtung und dem tatsächlichen Baubeginn geben. Althusmann sprach von einem Zeitraum von 24 Stunden zwischen Aufbau und Baubeginn. Außerdem sollten durch besseren Verkehrsfluss und Steuerungsmaßnahmen Unfälle vermieden werden. „Wir machen vieles richtig“, sagte Ernst und fügte an: „Umleitungen bei Unfällen und Staus funktionieren gut. Aber der Verkehr hat auch seine physikalische Grenzen.“ Allein auf der A 2 passierten täglich bis zu 150 000 Fahrzeuge den Bereich Hannover.

Die Mitarbeiter der VMZ erstellen unter anderem Verkehrsmeldungen für Radiosender über Baustellen und Staus. Sie zeichnen aber auch verantwortlich für die Schilderbrücken mit LED-Tafeln an den Autobahnen, die temporär je nach Verkehrsaufkommen und Situation die Autofahrer lenken sowie auf Fahrbahnsperrungen, Umleitungen und Tempolimits hinweisen. Althusmann ließ sich die Arbeit der Operatoren zeigen: An etlichen Bildschirmen haben die VMZ-Mitarbeiter den Verkehr im Blick und stehen in ständigem Kontakt mit Polizei und Autobahnmeistereien.

Mit der Einrichtung der bundesweiten Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen im September dieses Jahres wird sich in Zukunft auch die Arbeit der Verkehrsmanagementzentrale verändern: 2021 sollen die Autobahnen vom Bund geplant, gebaut und betrieben werden. „Somit gehen zum Beispiel auch die Telematikanlagen oder die Baustellenabsicherung in die Bundesverwaltung über“, sagt Julia Wolffson Sprecherin des Verkehrsministeriums.

Von Manuel Behrens