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Hannover Vicky Leandros singt mit dem Mädchenchor
Nachrichten Hannover Vicky Leandros singt mit dem Mädchenchor
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11:32 07.12.2017
Gemeinsame Sache: Vicky Leandros (in der Mitte im schwarzen Kleid) und der Mädchenchor beim Konzert in der Christuskirche.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

  Vicky Leandros geht in der Adventszeit mit einem Weihnachtsliederprogramm im deutschsprachigen Raum auf Tour. Ihr Konzert in der Christuskirche bildete die Ouvertüre und war gleichzeitig etwas besonderes: Alle Beteiligten verzichteten auf das Honorar. Weil mit Unterstützung der Verlagsgesellschaft Madsack sämtliche 430 Karten schon im Vorverkauf abgesetzt wurden, kamen insgesamt 23 000 Euro zusammen.

Die Hälfte des Geldes ist für ein Berufsschulprojekt in Brazzaville, der Hauptstadt der Republik Kongo, bestimmt. Ralf Seßelberg ist Veranstalter einiger Konzerte der der Leandros-Tournee und gleichzeitig Honorarkonsul des afrikanisches Landes. „Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hat den Anstoß gegeben, dass sich die Republik einmal mit der dualen Ausbildung in Deutschland beschäftigen sollte“, sagte er in seiner Begrüßungsrede. Daraus sei der konkrete Plan entstanden, in der Hauptstadt eine Schule nach deutschem Vorbild zu bauen.

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Die andere Hälfte der Einnahmen bekommt der Mädchenchor, weil er die Kirche als Veranstaltungsraum zur Verfügung gestellt hatte und auch beim Konzert mitwirkte. „Wir finanzieren uns ausschließlich über unsere Stiftung und Spenden. Deshalb sind wir froh über diese besondere Unterstützung“, erklärte Chorleiterin Gudrun Schröfel

Leandros hatte laut Seßelberg ohne zu zögern für den Benefiz-Auftritt in Hannover zugestimmt. Die 65-jährige Sängerin ließ zunächst dem Mädchenchor den Vortritt und übernahm dann mit ihrem Begleit-Trio in der „wunderschönen Konzertkirche“, wie sie sagte. Das Programm war weihnachtlich international – von „Feliz navidad“ über eine Version von George Harrisons „My Sweet Lord“ mit deutschem Text bis hin zu einem Syrtaki. „In Griechenland wird die Geburt Christi fröhlicher gefeiert als in Deutschland, nicht so besinnlich“, erklärte sie. Das Publikum ließ sich gern animieren und klatschte mit.

Die „White Christmas“, Bing Crosbys Klassiker, war auch im Repertoire. „Das war das Lieblingslied meines Vaters; ich habe es als Kind häufig zusammen mit ihm gesungen“, sagte die Sängerin. Der Vater habe die erste Stimme besetzt. In der Christuskirche unterstützten sie an dieser Stelle ihre drei Musiker Bo Heart, Johannes Wennrich und Lothar Atwell, die nicht nur an ihren Instrumenten Klavier, Akustikgitarre und Flöte überzeugten.

Zum Abschluss bat Leandros dann den Mädchenchor zum Gemeinschaftsauftritt nach vorne. Dafür hatte sie sich das klassische Dreigestirn deutscher Weihnachtslieder gewünscht: „Leise rieselt der Schnee“, „O du fröhliche“ und die „Stille Nacht“. Das hatten Chor und Sängerin zuvor nur einmal miteinander geprobt. Die gemeinsame Sache funktionierte dann in der Christuskirche reibungslos.

Von Bernd Haase