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Hannover Das verschenken Hannoveraner zu Weihnachten
Nachrichten Hannover Das verschenken Hannoveraner zu Weihnachten
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00:15 19.12.2017
Hanna Recker und Julian Göhringer haben in der City den Weihnachtsmann getroffen.  Quelle: Mathias Klein
Hannover

  Für Hanna Recker ist es nicht so schlimm, wenn die Stadt so voll ist, wie an diesem Sonnabend, eine Woche vor Weihnachten. „Ich mag es sogar, wenn so richtig Gedränge ist“, sagt die 26-Jährige. „Mich entspannt das, wenn ich die stressigen Leute sehen und weiß, dass ich ganz viel Zeit habe.“ Die Hannoveranerin, die derzeit in Wolfenbüttel wohnt, ist mit ihrem Freund Julian Göhringer in der City unterwegs, für die letzten Weihnachtsgeschenke. Recker hat noch einen Gutschein für die Trampolinhalle besorgt, Göhringer eine Flasche besonderen Rotwein für seinen Vater. Eigentlich sei der Tag insgesamt recht entspannt gewesen, berichten beide, nur bei der Fahrt ins Parkhaus musste man eine zusätzliche Wartezeit einplanen.

Auch aus Sicht der Kaufleute ist noch Luft nach oben. „Alle Geschäften haben gut zu tun“, berichtet der Chef der City-Gemeinschaft am Sonnabendabend. „Aber die Stadt ist nicht zum Bersten gefüllt.“ Besonders gefragt seien am 3. Adventssonnabend Winterbekleidung, Bücher und Schmuck gewesen, sagt er. Prenzler rechnet bis Weihnachten mit einer stetigen Zunahme des Kundenandrangs. „Viele Menschen haben noch nicht realisiert, dass bis Weihnachten nur noch eine Woche Zeit ist.“ Zudem hätten in der kommenden Woche schon viele Hannoveraner ein paar Tage Urlaub. 

Völlig entspannt ist eine Gruppe von drei Frauen aus dem Landkreis Nienburg. „Wir sind heute aus dem kleinen Dorf in die große Stadt gekommen“, berichtet Janine Ruhe, die mit ihrer Mutter Doris Schulz und Freundin Jessica Adamczak unterwegs ist. Die beiden Freundinnen haben sich jeweils eine Hose und ein Oberteil für Weihnachten gekauft. „Das schenken wir uns sozusagen selbst“, sagt Adamszak. Die Geschenke für die anderen haben alle drei schon längst besorgt. In Hannover genießen sie vor allem den Weihnachtsmarkt. Und ein Glas Glühwein. „Oder auch zwei oder drei“, wie Ruhe lachend sagt. 

Steffi und Andreas Meyer haben auch eher einen Ausflug gemacht. Die Weihnachtsgeschenke haben sie schon längst besorgt, berichtet das Ehepaar aus Hameln. Dabei standen die beiden Töchter im Vordergrund: Die zwölfjährige bekommt ihren Wunsch einer Apple-Watch erfüllt, die neunjährige Schwester erhält ein neues Fahrrad. Und Steffi Meyer hat sich an diesem Sonnabend ein paar neuer Stiefel gegönnt. 

Auch Anna Lübke und Hunter Ribbe haben den größten Teil des Einkaufs erledigt. In der Tasche lag am Sonnabend noch ein Kochbuch – das hat sich eine Cousine der 17-jährigen Lübke gewünscht. Ribbe hat dagegen schon in New York die Geschenke gekauft, am Freitag ist er nach einem dreimonatigem Aufenthalt von dort zurückgekommen. „Dort war es voller“, berichtet der 18-Jährige. 

Ein bisschen genervt vom Gedränge in Hannover sind dagegen die beiden Freundinnen Melanie und Suzana. Melanie hat sich am Sonnabend eine neue Jacke gekauft und auch gleich angezogen. Denn am Abend kommen noch Freunde und dann trifft man sich auf dem Weihnachtsmarkt. Die Geschenke hat die 29-Jährige schon längst besorgt, alle im Internet. „Das ist für mich praktisch, dann habe ich keinen Druck“, berichtet sie. Ganz anders dagegen die 36-jährige Freundin Suzana. „Wir haben schon vor Jahren in der Familie beschlossen, dass wir uns nichts mehr schenken“, berichtet sie. „Aber wir schenken uns Zeit“, erzählt die 36-Jährige. Die Familie verbringe die ganzen Feuertage zusammen, backe, koche und rede. „Das ist für uns das wertvollste Geschenk“, sagt Suzana. 

Von Mathias Klein

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