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Hannover Polizei klärt Serie von Automatensprengungen auf
Nachrichten Hannover Polizei klärt Serie von Automatensprengungen auf
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18:54 25.03.2019
Hoher Schaden: Die Sprengungen macht die Fahrkartenautomaten unbenutzbar. Quelle: Astrid Köhler (Archiv)
Hannover

Beamten des Zentralen Kriminaldienstes ist es gelungen, die Serie von Sprengungen von Fahrkartenautomaten in der Region aufzuklären. Vier Männer im Alter zwischen 21 und 34 Jahren sollen für insgesamt zwölf Taten seit Ende Dezember verantwortlich sein. Zwei der Verdächtigen wurden verhaftet. Bei ihnen besteht aus Sicht der Strafverfolger Flucht- und Wiederholungsgefahr. Ein weiterer mutmaßlicher Täter sitzt derzeit wegen eines anderen Vergehens im Gefängnis. Warum er verurteilt worden ist, dazu wollte die Staatsanwaltschaft keine Angaben machen. Ein viertes Mitglied der Bande befindet sich weiterhin auf freiem Fuß.

Durchsuchungen in Sehnde, Lehrte und Burgdorf

Spezialeinheiten der Polizei haben am Freitag gemeinsam mit den Ermittlern fünf Wohnungen und Gebäude der Verdächtigen in Sehnde, Lehrte und Burgdorf durchsucht. Dabei stießen sie auf Bargeld, Sprengstoff und eine Kassette für Banknoten aus einem der Automaten. Die Gegenstände wurden beschlagnahmt. Noch ist unklar, wer der vier Männer für wie viele Taten der Serie in Frage kommt. Fest steht bislang nur, dass sie in wechselnden Besetzungen agiert haben sollen. Unklar ist ebenfalls, in welcher Beziehung die Verdächtigen zueinander stehen. Sie selbst äußern sich nicht zu den Vorwürfen.

Wie die Ermittler den Tatverdächtigen auf die Schliche gekommen sind, ist derzeit unklar. Insgesamt soll die Bande einen Schaden von rund 300.000 Euro angerichtet haben. „Die Beute, die die Täter erzielt haben, ist wesentlich weniger als der Sachschaden“, sagt Oliver Eisenhauer von der Staatsanwaltschaft Hannover. Die Ermittler prüfen, ob die Verdächtigen für weitere, ähnlich gelagerte Taten in Frage kommen. Die Serie begann in der Nacht zum Zweiten Weihnachtsfeiertag in Sehnde. Dort wurde ein Automat der Deutschen Bahn in die Luft gesprengt.

Von Tobias Morchner

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