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Hannover Private Modeschule schließt nach 13 Jahren
Nachrichten Hannover Private Modeschule schließt nach 13 Jahren
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18:14 25.06.2019
Der letzte Laufsteg: Absolventen der M3-Modeschule zeigen im Herbst ihre Abschlussarbeiten im RP5 am Raschplatz. Quelle: Madeleine Buck
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Hannover

Viele kreative Kollektionen aus dieser Mode-Nachwuchsschmiede sind in Hannover schon auf dem Laufsteg getragen worden – doch nach 13 Jahren M3-Modeschule ist Ende Juli nun Schluss. „Die Schülerzahlen gehen schon seit ein paar Jahren zurück“, sagt Eva Emde, Schulleiterin und Mitbegründerin der privaten Berufsfachschule. Die Nachfrage nach kreativen Ausbildungs- und Studienplätzen sinke insgesamt.

Im vergangenen Jahr hat sich die Schule daher ein Limit gesetzt, 13 Anmeldungen sollten für den Fortbestand reichen. Es wurden lediglich sechs. „Daher haben wir die Reißleine gezogen, wir finanzieren uns schließlich über Studiengelder“, sagt Emde. Alle Studierenden seien aber an anderen privaten Schulen oder der Hochschule sowie der Anna-Siemsen-Berufsschule untergekommen. In Absprache mit der Landesschulbehörde darf der mittlere der drei Jahrgänge die Ausbildung verkürzen.

Flohmarkt für die Räumung

13 Jahre lang wurden an der Marienstraße 43 die Schüler rund dreieinhalb Jahre in den Bereichen Maßschneiderei, Modedesign und Bekleidungsfachtechnik ausgebildet, das Schulgeld betrug 475 Euro im Monat. „In den Anfängen hatten wir auf unseren drei Etagen immer knapp 100 Schüler“, sagt Emde. Jetzt seien zwei Etagen bereits geräumt, und nur noch sechs angehende Modedesigner besuchten die Schule in der Südstadt. „Es ist schon sehr traurig, dass wir nicht weitermachen können“, betont Emde. Sie selbst wird künftig an der Hochschule Hannover im Schnittlabor arbeiten und Schnittkonstruktion unterrichten.

Vorher aber muss sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Marina Zurek noch das Erdgeschoss räumen. Dazu veranstaltet die Modeschule am Sonntag, 7. Juli, von 10 bis 14 Uhr einen Sommerflohmarkt, auf dem Kurzwaren, Stoffe, Einlagen, Nähmaschinen, Bürobedarf, Stühle, Tische, Schränke und Computer verkauft werden sollen. „Alle, die kommen und etwas mitnehmen, helfen uns bei der Auflösung und damit auch beim Auszug aus den Räumlichkeiten. Wir sind mittlerweile nur noch zwei Frauen, die die Schule leiten und auch den Umzug bewerkstelligen müssen“, sagt Schulleiterin Emde.

Von Susanna Bauch

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