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Hannover „Gärtnern bringt alle Kulturen zusammen“: Erster Preis für internationale Stadtteilgärten in Hannover
Nachrichten Hannover „Gärtnern bringt alle Kulturen zusammen“: Erster Preis für internationale Stadtteilgärten in Hannover
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12:24 12.09.2019
Ein Stück Grün mitten im Sahlkamp: Eberhard Irion und eine Anwohnerin vom Gemeinschaftsprojekt Internationale Stadtteilgärten am Spessartweg. Quelle: Frank Wilde
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Hannover

Mitten zwischen Plattenbauten bildet der Gemeinschaftsgarten des Vereins Internationale Stadtteilgärten Hannover im Sahlkamp einen grünen Kontrast. Wer auf dem begrünten Tiefgaragendach durch die Gänge zwischen den Pflanzen streift, sieht große Äpfel wie aus dem Bilderbuch, schwarze Tomaten und Weinreben. Letztere allerdings nicht zur Weingewinnung, sondern für Weinblätterrollen, sogenannte Yaprak Sarmasi – ein typisches Gericht in der Türkei und in Griechenland.

Ein inklusiver Ansatz

40 Familien bauen dort Gemüse an und Vorurteile ab, wie der Verein betont. Insgesamt drei Gemeinschaftsgärten betreibt er in Stadtteilen mit hohem Migrationsanteil. „Egal welche Sprache man spricht oder an was man glaubt, eines haben wir alle gemeinsam: Wir müssen essen. Gärtnern bringt alle Kulturen zusammen“, meint der Vorsitzende Eberhard Irion. Dieser inklusive Grundsatz brachte dem Projekt nun den ersten Platz in der Gesamtwertung des „GartenLust“-Wettbewerbs und eine Prämie von 650 Euro ein.

40 Familien bauen Gemüse an und Vorurteile ab: Ein Projekt für Gärten in Stadtteilen mit einem hohen Anteil von Migranten hat den Wettbewerb „GartenLust“ gewonnen.

„Willkommen in blühender Nachbarschaft“ lautete das diesjährige Motto – eine Jury aus Vertretern des städtischen Fachbereichs Umwelt und Stadtgrün kürte mehrere Gewinner aus den insgesamt 37 Teilnehmern. Monika Heilmann bekam in der Kategorie „Privatgärten“ eine Auszeichnung für ihren rund 60 Quadratmeter großen Reihenhausgarten, bei den Wohnungsunternehmen die Genossenschaft Heimkehr Hannover für ihr Großprojekt in der Posener Straße.

Eine Waldlichtung in Ricklingen

Den ersten Platz für den „Mieter*innengarten“ teilen sich zwei Projekte: Tanja Löfflers Vorgarten sorgt in Linden für ein ländliches Flair, während der Hinterhof des Ehepaares Schulz in Ricklingen einer Waldlichtung gleicht. Ein Sonderpreis für soziales Engagement in Höhe von 350 Euro geht an das Therapiegartenprojekt im Johanniter-Stift Ricklingen. Dank Sponsoren wie unter anderen den Wohngenossenschaften Gartenheim und Heimkehr Hannover, der hanova GmbH und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland haben die diesjährigen Gewinner Geldprämien in einer Gesamthöhe von 6500 Euro erhalten.

Der Wettbewerb „GartenLust“ macht seit 37 Jahren auf einen wichtigen Teil der Stadtbegrünung aufmerksam: das Urban Gardening. Er stellt die gesellschaftliche Bedeutung eines Gartens und dessen ökologischen Mehrwert in den Vordergrund. Jedes Jahr können sich Besitzer von Vor-, Dach- und Firmengärten sowie Innenhöfen und Grünflächen sozialer und öffentlicher Einrichtungen bewerben.

Von Amelie Apel

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