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Hannover Vorhersage: Erst einmal bleibt es in Hannover knackig kalt – kommt noch mehr Schnee?
Nachrichten Hannover

Wetter in der Region Hannover: Erst einmal bleibt es knackig kalt 

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09:52 10.02.2021
Neuer Schnee kommt erst einmal nicht, es bleibt also bei den bisherigen Bergen in der Stadt.
Neuer Schnee kommt erst einmal nicht, es bleibt also bei den bisherigen Bergen in der Stadt. Quelle: Franson
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Hannover

Die eisige Kälte hat auch in den kommenden Tagen Hannover und die Orte im Umland fest im Griff. Die beiden Meteorologen Sven Plöger und Frank Böttcher erwarten zumindest bis zum Wochenende Dauerfrost mit nächtlichen Tiefstwerten knapp an der Marke von minus 20 Grad.

Minusrekord wird knapp verfehlt

So tiefe Temperaturen im norddeutschen Flachland seien ausgesprochen selten, betont der Meteorologe Böttcher. Er rechnet für die Nacht zu Mittwoch mit einer Tiefsttemperatur in der Region Hannover von minus 17 oder minus 18 Grad. Der Februarrekord aus dem Eiswinter 1956 wird damit aber nicht geknackt. Damals haben die Meteorologen am 1. Februar in Hannover die tiefste Temperatur mit 21,5 Grad gemessen. Dem Oberharz stehe aber sicherlich eine der kältesten Nächte seit Beginn der Wetteraufzeichnungen bevor, berichtet der Wetterexperte.

Auch am Donnerstag bleibt es eisig, wärmer als minus 4 Grad soll es nicht werden. Der Himmel ist am Mittwoch und Donnerstag zwar voraussichtlich den ganzen Tag bedeckt, Schnee ist aber nach Angaben der beiden Meteorologen nicht in Sicht. Am Freitag lässt sich auch mal die Sonne blicken, Böttcher verspricht dann einen wunderbaren blauen Himmel. Weil dann der Ostwind weiter nachlässt, kühlt es über der geschlossenen Schneedecke aus, trotz der Sonne wird es dann tagsüber nicht wärmer als minus vier oder fünf Grad. Aber auch ohne Schnee werden die tiefen Temperaturen noch für einige Zeit zu Problemen im Autoverkehr und mit Bussen und Bahnen führen.

„Eisflächen sind dünn und brüchig“

Trotz der eisigen Kälte warnt Böttcher vor dem Betreten von zugefrorenen Teichen und Seen, bevor sie offiziell freigegeben sind. „Das Eis ist dünn und brüchig, es besteht Lebensgefahr“, betonte er. Die Stadt Hannover hat noch gar nicht mit dem Messen der Eisdecke auf dem Maschsee begonnen, weil das für die Mitarbeiter zu gefährlich wäre, sagt Sprecherin Michaela Steigerwald. Erst bei einer Eisdecke von 13 Zentimetern könne der Maschsee zum Betreten frei gegeben werden, dafür seien allerdings zehn bis 14 Tage Dauerfrost nötig. Außerdem wirke der Schnee auf dem Eis wie eine Dämmschicht, der weniger Kälte durchlasse.

Ob es in Hannover nach dem Wochenende mit der Eiszeit weiter geht, steht nach Angaben der Meteorologen Böttcher und Plöger noch nicht fest. Alles hängt von der Zugbahn des Hochdruckgebiets über Skandinavien ab. Im Moment gebe es eher die Tendenz, dass es hier wieder nach und nach milder wird. Aber sicher ist das noch nicht.

Am Wochenende schneit es bei blauem Himmel

Böttcher weist noch auf ein eher seltenes Wetterphänomen hin, das bei Sonnenschein am Wochenende beobachtet werden könnte: der sogenannte Polarschnee. Dabei bilden sich aus vom Boden aussteigendem Wasserdampf feinste Eiskristalle, die dann wieder zu Boden sinken. „Es schneit also bei blauem Himmel“, sagt der Wetterexperte.

Von Mathias Klein