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Hannover Politik will frühere Restaurierung der Aula
Nachrichten Hannover Politik will frühere Restaurierung der Aula
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00:24 11.05.2019
Neujahrsempfang in der Wilhelm-Raabe-Schule. Quelle: Jan Philipp Eberstein
Südstadt

Der Bezirksrat Südstadt-Bult unterstützt die Pläne der Wilhelm-Raabe-Schule zur Renovierung der denkmalgeschützten Aula des Gymnasiums. Einen entsprechenden Antrag von SPD, Grünen und der Piratenpartei hat das Gremium einstimmig verabschiedet. Der Bezirksrat will sich nicht damit zufrieden geben, dass die Stadtverwaltung eine Sanierung der Aula erst für das Jahr 2023 vorsieht.

Energetische Sanierung nötig

Aus Sicht des Bezirksrats muss unter anderem die große Fensterfläche energetisch saniert werden, ebenso wie die nicht isolierte Decke. Nötig ist außerdem ein zweiter Fluchtweg sowie insgesamt eine restauratorische Aufarbeitung. Der Bezirksrat wünscht sich zudem eine verbesserte Akustik der Aula, moderne Ton-, Licht- und Präsentationstechnik, moderne Bühnentechnik, flexible Einzelbestuhlung und mobile Trennwände.

Nach Abschluss der Arbeiten soll die Aula nach den Vorstellungen des Bezirksrats auch dem Knabenchor als Übungs- und Spielstätte zur Verfügung stehen. Außerdem soll die Aula, neben schulischen Veranstaltungen aller Art, zu einem „lebendigen und kulturellen Angebot des Stadtteils beitragen“, wie es in dem Antrag heißt.

Die Mitglieder des Bezirksrats haben eine Besichtigung der Aula angekündigt. Dazu sollen auch die schulpolitischen Sprecher der Stadtrats-Fraktionen eingeladen werden.

Schulleitung begrüßt Unterstützung der Politik

Die Schulleitung der Wilhelm-Raabe-Schule begrüßt das Vorgehen des Bezirksrates ausdrücklich, sagte Schulleiter Martin Thunich. Denn von einer sanierten Aula würde der gesamte Stadtteil Südstadt-Bult profitieren. Der gleichen Meinung ist Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne. Die Aussage von Schuldezernentin Rita Maria Rzyski, die Schule habe sich durch ihren Spendenlauf vom vergangenen September zur Aula-Sanierung Vorteile erschleichen wollen, ist nach Angaben von Thunich in der Schule mit größter Irritation zur Kenntnis genommen worden. „Derartige Äußerungen prominenter Vertreter der Stadt Hannover sorgen bei den Jugendlichen für nachhaltigen Politikverdruss“, betonte er.

Stadt: Raabe-Schule ist noch nicht dran

2018 hatte die Schule bei ihrem Spendenlauf 16200 Euro gesammelt, die nach dem Willen des Schulvorstandes in die Sanierung der Aula fließen sollen. Das Geld wurde Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski beim Neujahrsempfang des Gymnasiums übergeben. 2016 hatte die Schule bereits 12000 Euro Spenden gesammelt. Die Verwaltung machte aber deutlich, dass die Sanierung der Schule noch nicht anstehe, daran würde auch die Spende nichts ändern, im Übrigen koste die Sanierung ein Vielfaches, nämlich rund 3,4 Millionen Euro.

Kommentar: Spenden für den bösen Zweck?

Sohnemann verkauft zwei Tage lang beim Flohmarkt sein Playmobil. Mit dem Erlös von 10 Euro stapft er zu Papa und will endlich ein Baumhaus für 1200 Euro. Schließlich leiste er eine Anzahlung. Was ist das? Engagiert? Naiv?

Schuldezernentin Rita Maria Rzyski würde das wohl dreist nennen. Rzyski hat gerade die Wilhelm-Raabe-Schule abgekanzelt, weil sie insgesamt 28 200 Euro Spendengeld gesammelt hat, damit ihre Aula schneller saniert werden kann. Die Dezernentin erklärte, die Schule sei noch längst nicht dran im städtischen Sanierungsplan, und sie habe sich mit ihrer Aktion Vorteile erschleichen wollen.

Völlig zu Recht hat Rzyskis Äußerung Irritationen ausgelöst. Denn Papa mag seinem engagierten Söhnchen erklären, dass die verbleibenden 1190 Euro momentan anderweitig verplant sind. Er mag seinen Einsatz loben und sich bemühen, den Baumhauskauf vielleicht ein bisschen vorzuziehen. Aber eines wird er sicherlich nicht: Sohnemann Böswilligkeit unterstellen.

Von Mathias Klein

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