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Hannover Wo wird in Hannover als nächstes eingebrochen? 
Nachrichten Hannover Wo wird in Hannover als nächstes eingebrochen? 
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00:16 22.12.2017
Mit einer neuen Software will die Polizei in Hannover künftig die Wahrscheinlichkeit von Einbrüchen voraussagen lassen. Ein Pilotprojekt läuft noch bis April.  Quelle: dpa
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Hannover

Kann ein Computerprogramm der Polizei helfen, Einbrecherbanden schneller das Handwerk zu legen? Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) hält die laufenden Pilotversuche des Landes für sehr vielversprechend. „Die ersten Ergebnisse sind erstaunlich“, sagte BDK-Landeschef Matthias Karsch.

 Seit Anfang November testet die Polizeiinspektion Ost in Hannover das Computerprogramm „Premap“ (Predictive Mobile Analytics for Police). Auch in anderen Landesteilen wird „Premap“ ausprobiert. Die neue Technik nutzt eine Beobachtung von Kriminalexperten: Wenn es an einem Ort einen Einbruch gegeben hat, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass die Täter es in nächster Zeit in der direkten Umgebung wieder versuchen. Diesen nächsten Einbruch soll „Premap“ verhindern helfen, indem die Polizei in diesen Gegenden stärker Präsenz zeigt . 

 Karsch sagt, das Programm sei zwar derzeit noch mit zu wenigen Daten gefüttert worden, könne aber dennoch mögliche Einbrüche für zuvor bestimmte Gebiete in der Stadt berechnen. Über die Schlussfolgerungen dieser Berechnungen für die konkreten Maßnahmen bestehe zwischen Gewerkschaft und der Behörde ebenfalls Einigkeit. Offene Polizeipräsenz allein könne aber Einbrüche nicht verhindern. „Sonst entsteht nur ein Verdrängungseffekt in die benachbarten Stadtteile“, sagte Karsch. Die Ermittlung und Ergreifung der Täter müsse Priorität haben. 

 Aus Sicht des BDK steht bereits jetzt fest, dass die neue Software zwar ein sinnvoller Baustein in der Kriminalitätsbekämpfung sein kann. „Kriminalpräventive Maßnahmen, kriminalistisches Know-how und qualifizierte Ermittlungen kann ,Premap’ allerdings nicht ersetzen“, sagte Karsch. Das Pilotprojekt in Hannover läuft noch bis Ende März. Polizeipräsident Volker Kluwe sagte im Oktober vor dem Start, er erhoffe sich „relevante Informationen für operative Maßnahmen und gezielte Fahndungen“. Bislang kam „Premap“ auch in Salzgitter, Peine, Wolfenbüttel und Wolfsburg zum Einsatz. 

Jährlich etwa 3000 Wohnungseinbrüche

Der Grund, warum das Pilotprojekt bei der Polizeiinspektion Ost angesiedelt wurde, liegt auf der Hand. Die dortigen Ermittler bearbeiten seit 2014 alle Einbruchsdelikte in der Stadt zentral. In Hannover werden jährlich etwa 3000 Wohnungseinbrüche angezeigt, die Aufklärungsquote betrug 2016 lediglich 23,2 Prozent. 

 Bayern setzt bereits seit 2014 auf ein ähnliches Vorhersageprogramm. Laut dortigem Innenministerium sind die Einbrüche in München kurz nach Einführung um bis zu 42 Prozent zurückgegangen. In Niedersachsen ist es bereits die zweite Prognosesoftware, die getestet wird. 2015 hatte das Innenministerium das Programm „SPSS Modeler“ ausprobiert, das aber von der Landesdatenschutzbeauftragten kritisiert wurde. Sie befürchtete, dass die Daten „zu einer Stigmatisierung von Wohngebieten und deren Einwohnern“ führen könnten.

Von Tobias Morchner und Peer Hellerling

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