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Hannover Der neue Eingang ist fertig – fast
Nachrichten Hannover Der neue Eingang ist fertig – fast
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19:19 27.05.2019
Endlich in Betrieb: Der neue Zoo-Eingang. Quelle: Nancy Heusel
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Hannover

Irgendwann hat es Zoo-Geschäftsführer Andreas Casdorff dann doch gereicht: Obwohl das markante neue Eingangsgebäude zwei Jahre nach dem ursprünglich geplanten Eröffnungstermin immer noch nicht komplett fertig ist, ist es nun in Betrieb gegangen. „Wir wollten nicht mehr länger warten“, sagt der Zoo-Chef.

„Hochwertig, aber nicht protzig“

Der Zoo-Eingang ersetzt das alte Servicegebäude, das in die Jahre gekommen war und seinen Namen nicht mehr wirklich verdient hat. Der Nachfolger ist weiter an den Rand des Tierparks gerückt. Der von den Architekten Ulrike und Tore Pape entworfene Bau ist V-förmig – eine architektonische Geste, durch die der Besucher mit offenen Armen empfangen werden soll. An der Fassade wechseln sich Glasfronten und Verkleidungen aus beige-braunem Douglasienholz ab. „Es sieht hochwertig aus, aber nicht protzig“, befindet Hauke Jagau, Regionspräsident und Aufsichtsratsvorsitzender im Zoo.

Leider klafft genau im Blickfang, wo die beiden Schenkel des V zusammenstoßen, derzeit noch eine Lücke in der Verkleidung. „Die Prüfstatiker haben noch einen zusätzlichen Nachweis gefordert“, erklärt Projektleiter Sebastian Gädke. Etwa sechs Wochen, so schätzt er, wird es noch dauern, bis alles fertig ist. Es fehlen auch noch Dachelemente sowie eine Videoleinwand, die der Zoo in China gekauft hat.

Im Inneren des Eingangsgebäudes befinden sich Servicebereich samt Kassen, der neue, viel aufgeräumter gestaltete Zoo-Shop, ein Café mit dem schönen Namen „Hin & Weg“, die Toilettenräume sowie solche für die Mitarbeiter. Außen stehen weitere Kassen sowie entsprechende Automaten zur Verfügung. Zum Gesamtensemble zählen auch der baumbestandene Vorplatz mit großer Rundbank, ein neuer Fahrradparkplatz sowie ein Terminal für Busse.

Tiere, hergestellt aus Flip-Flops

Im Shop bietet der Zoo neben Stofftieren, Büchern und sonstigen obligatorischen Souvenirs auch Erzeugnisse aus nachhaltigen und prämierten Recycling- und Upcycling-Projekten – Handtaschen aus Zementsäcken etwa, die von Landminen-Opfern in Kambodscha hergestellt werden, oder bunte Tiere, gefertigt aus an Kenias Stränden gefunden Flip-Flops.

Das alles hätte viel früher fertig sein sollen, war es aber nicht. Der Zoo musste in der Bauphase immer wieder Rückschläge hinnehmen, darunter auch wetterbedingte. Schwerer aber wog, dass die Ausschreibungen für die einzelnen Handwerkerarbeiten immer wieder nicht die erwarteten Preise erbrachten und wiederholt werden mussten. Manchmal waren auch schlichtweg keine Firmen zu bekommen.

Verzögerung treibt die Baukosten

Entsprechend ergeben sich Auswirkungen auf die Projektkosten. Ganz am Anfang hatte der Zoo sie auf 2,6 Millionen Euro beziffert, später auf 4,6 Millionen Euro. Am Ende sind es 5,72 Millionen Euro geworden. Immerhin: „Der Zoo hat jetzt einen attraktiven und zeitgemäßen Eingangsbereich und zudem Flächen dazugewonnen, die weiterentwickelt werden können“, sagt Jagau. Heißt konkret: Wenn das alte Servicegebäude abgerissen ist, soll auf dem Areal die Savannen-Themenwelt Sambesi erweitert werden. Bis es soweit ist, läuft im Altbau eine Ausstellung über den Zoo einst und jetzt.

Von Bernd Haase

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