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Hannover Neuer Fitnessparcours in der Eilenriede für 40 000 Euro
Nachrichten Hannover Neuer Fitnessparcours in der Eilenriede für 40 000 Euro
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12:00 13.05.2019
Johannes Drechsel vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün zeigt Irma Walking-Stehmann (Mitte) und Cornelia Kupsch was mit den Geräten sportlich so anzustellen ist. Quelle: Foto: Katrin Kutter
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Zoo/List

Wer in der Eilenriede mehr als nur Joggen, Walken oder Radfahren möchte, kann sich jetzt direkt hinter dem Spielplatz am Lister Turm an einem neuen Fitnessparcours abarbeiten. Auf dem Areal, auf dem lange ein Bolzplatz war, ist auf 150 Quadratmetern eine sogenannte Calisthenics-Station entstanden – ein Geräteensemble auch für anspruchsvolle (Freitzeit)Sportler. Der Bolzplatz wurde auf die andere Seite des Lister Turms verlegt, die Tore dafür sind in der Werkstatt des Stützpunktes Hölderlinstraße entstanden.

Sechs Monate lang wurde an der kompakten Kombination gearbeitet, die Anordnung der Geräte erfüllt die Anforderung der insbesondere bei jungen Menschen derzeit beliebten, modernen Sportart Calisthenics: Ausdauer, Kraft und Körperbeherrschung gepaart mit Ästhetik und eleganten Bewegungsabläufen bei den einzelnen Übungen. Darüber hinaus ermöglicht eine vier Meter lange Balancierstrecke einfache Übungen, um das Gleichgewicht und die Koordination zu trainieren. Dabei werden verschiedene Muskelpartien gestärkt. Zwei unterschiedliche Balancierbalken – ein feststehender und ein beweglicher – bieten die Möglichkeit, sich bei den Übungen in zwei Schwierigkeitsgraden zu steigern.

Die einzelnen Geräte dürften vielen aus dem Sportunterricht bekannt sein – Reck, Sprossenleiter, Sprossenwand, Ringe und Barren. Sie dienen vor allem der Kräftigung, können aber ebenfalls für Dehnübungen genutzt werden. Die Recks und Barren sind auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Ein besonderer Fallschutz aufgrund der Höhe der Geräte sorgt für Sicherheit. Der Umbau und das neue Fitnessangebot haben insgesamt rund 44 000 Euro gekostet. „Eine Summe, die wir allein im Bezirksrat nicht stemmen konnten“, erklärt die Bezirksbürgermeisterin aus Mitte, Cornelia Kupsch. Also hat sich das angrenzende Stadtteilgremium in Vahrenwald-List für die Anlage stark gemacht – auch finanziell. „Der Standort ist perfekt, mit dem Lister Turm sind Kinderspielplatz, Küche und Klo gleich um die Ecke“, so Kupsch. Kollegin Irma Walkling-Stehmann aus Vahrenwald-List ergänzt, dass schon der Vorbild-Parcours im Vahrenwalder Park bestens angenommen werde. „ Diese Möglichkeit für die Eilenriede wollten wir unterstützen.“

Johannes Drechsel vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün demonstrierte den Eröffnungsgästen dann auch gleich, was mit den Geräten sportlich so anzustellen ist: Bauch-Schrägwand, Hangelleiter, Reckstange und Turnringe sind durchaus eine Herausforderung. Bereits vor der offiziellen Freigabe haben sich einige Stadtwald-Sportler diesen bereits gestellt und sich durch den Parcours gearbeitet. „Drei junge Männer haben uns genau erklärt, was man hier alles machen muss“, sagt Walkling-Stehmann. Die Anlage ist der 16. Generationen-Fitnessparcours, der im Stadtgebiet seit 2009 gebaut wurde.

Kommentar: Miteinander macht Sinn

Die Summe ist stattlich, aber wenn das Sportangebot im Stadtwald angenommen wird, lohnt sich der Einsatz von 44 000 Euro. Es ist offensichtlich, dass es immer mehr Menschen nach Bewegung in der Natur drängt – die Radwege sind voll, die Joggingstrecken ebenfalls. Mit dem neuen Geräteparcours unweit des Lister Turms kommen zudem auch sportlich anspruchsvolle und trainierte Menschen auf ihre Kosten. Genauso wie Ältere oder Menschen mit Behinderungen. Es ist gewissermaßen ein multifunktionaler Mehrgenerationenparcours entstanden, der ziemlich robust wirkt und hoffentlich auch Witterung und Vandalismus lange trotzen kann. So schön wie die Anlage ist auch die Tatsache, dass sich zwei Bezirksräte gewissermaßen grenzübergreifend für das Projekt unbürokratisch zusammengetan haben, um den Bürgern ihrer Stadtteile ein anspruchsvolles sportliches Angebot zu machen. Miteinander macht eben Sinn.

Von Susanna Bauch

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