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Hannover Zum Advent kostenlos mit Bus und Bahn in die City
Nachrichten Hannover Zum Advent kostenlos mit Bus und Bahn in die City
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16:35 27.09.2019
Vorweihnachtsshoppen in der Innenstadt: Die Region will testen, ob es mit weniger Autos für alle entspannter läuft. Quelle: Katrin Kutter (Archiv)
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Hannover

Läuft das Adventsshoppen für alle Beteiligten entspannter, wenn nicht so viele Autos in der Stadt unterwegs sind? Die Region will in dieser Vorweihnachtszeit einen Test machen: An einem Sonnabend, voraussichtlich dem vor dem ersten Advent, soll der gesamte Nahverkehr gratis werden – und im Gegenzug ein Teil der Innenstadt zur autofreien Zone erklärt werden. Die Händler sind angetan. „Wir finden den Versuch gut, nicht mit Verboten zu operieren, sondern attraktive Angebote zu machen, wie Besucher stressfrei in die Innenstadt kommen“, sagt Händlersprecher Martin Prenzler.

Zu viele Autos in Hannovers City

In den vergangenen Jahren hat es immer wieder Verkehrschaos gegeben, weil in der Vorweihnachtszeit zu viele Autos in der Stadt sind. „Wir wollen eine echte Alternative bieten“, sagt Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz. Gemeinsam mit Händlern und Üstra suche man derzeit nach dem richtigen Termin. Am zweiten und vierten Advent gibt es Heimspiele von 96, da braucht die Üstra alle Verstärkerzüge. Deshalb läuft es voraussichtlich auf den 30. November hinaus.

Anreiz für Innenstadt-Shopper

„Das Angebot soll auch ein Anreiz sein für alle, die weiter entfernt im Umland wohnen“, sagt Franz. Alle könnten zwar mit dem Auto anreisen, es dann aber auf P+R-Plätzen am Stadtrand stehen lassen und von dort aus bequem mit der Üstra weiterfahren.

Test für die neue Navi-App Nunav

Für die Region ist es auch ein Test der neuen Handyapp Nunav, mit der Autofahrer in Echtzeit Infos zu freien Parkplätzen und Stauungen bekommen. Die Region hat sie mitfinanziert, beim Ramstein-Konzert haben mehr als zehn Prozent der Besucher sie angewandt, auch beim Maschseefest war sie im Einsatz. „Wir wollen sie jetzt gerne mal an einem Einkaufswochenende testen.“

Parkhäuser sollen erreichbar sein

Welche Straßen gesperrt werden, ist noch nicht klar, möglicherweise handelt es sich um Bereiche an der Altstadt oder Teile der Kurt-Schumacher-Straße. Alle Parkhäuser sollen trotz der Sperrungen erreichbar sein, sagt Franz. Das Projekt werde bis zu 200.000 Euro kosten wegen der Fahrschein-Mindereinnahmen und der nötigen Werbung. „Wir glauben aber, dass das Geld gut angelegt ist beim Versuch, eine Verkehrswende für alle erlebbar zu machen“, sagt Franz.

Bezirksrat Mitte war 2013 mit dem Vorschlag abgeblitzt

Im Bezirksrat Mitte hatte die rot-grüne Mehrheit den Vorschlag für einen Gratis-ÖPNV-Tag im Advent schon 2013 gemacht – und damals Hohn und Spott von der Üstra, von FDP und CDU geerntet. Damals hieß es, solch ein Projekt koste mindestens 1,5 Millionen Euro und sei betriebswirtschaftlich Unfug: Man mache doch keine Geschenke, wenn die Kunden ohnehin kämen. Innerhalb von sechs Jahren hat sich die Stimmung offenbar sehr gewandelt.

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