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Hannover Feuerwehr Hannover schafft 2020 die ersten Elektrofahrzeuge an
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17:48 08.12.2019
Der Fuhrpark der Feuerwehr Hannover soll ab kommendem Jahr sukzessive auf Elektroautos umgerüstet werden. Bislang werden nur zwei kleine VW E-Up für Dienstfahrten genutzt. Quelle: Moritz Frankenberg
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Hannover

Pünktlich zur anstehenden Feuerwehr-Leitmesse Interschutz im Sommer 2020 schafft die Feuerwehr Hannover zahlreiche Elektrofahrzeuge an. Sie soll damit zu einem Vorreiter der Mobilitätswende werden. Im Organisations- und Personalausschuss wurden nun wichtige Weichen für das Pilotprojekt gestellt. Nur: Einsatzfahrzeuge für echte Stresstests sind noch nicht dabei. Bis das so weit ist, muss aus technischer Sicht noch einiges geschehen.

Im kommenden Jahr sollen elf E-Fahrzeuge in den Fuhrpark der Feuerwehr aufgenommen werden. Mindestens vier davon stammen von Volkswagen. Bereits im Frühjahr sind drei eGolf als sogenannte Kommandowagen vorgesehen, „diese werden dann auch zeitnah im Alarm- und Einsatzdienst getestet“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Mitte des Jahres soll dann ein eCrafter als Transporter für Versorgungsfahrten und gegebenenfalls auch Logistikaufgaben bei größeren Einsätzen folgen.

Alte Dieselfahrzeuge werden ersetzt

Darüber hinaus werden bis zu sieben elektrische Mehrzweckwagen angeschafft, die in die Jahre gekommene VW Caddy ersetzen sollen. Fünf der alten Dieselfahrzeuge fungieren derzeit zum täglichen Personalausgleich zwischen den Wachen, zur Ablösung bei Großeinsätzen und zum Materialtransport. Zwei weitere werden vorrangig von Leitenden Notärzten und Notfallseelsorgern genutzt. Die Kosten für den Autokauf nennt die Stadt wegen der noch laufenden Ausschreibungen nicht. Der Aufbau der Ladeinfrastruktur bis Ende 2020 soll jedoch mit 6 Millionen Euro aus einem Bundesfonds gefördert werden.

Kleiner, aber feiner Hinweis an der Seite des VW eUp der Feuerwehr: „Feuerwehr Hannover elektrisiert“. Der Schriftzug dürfte ab 2020 auf weiteren Fahrzeugen zu finden sein. Quelle: Moritz Frankenberg

Aber: Unter den neuen Stromern ist kein Rettungswagen (RTW) oder Löschfahrzeug. Dix begründet das mit technischen Schwierigkeiten: „Die Anforderungen für den Einsatzdienst sind durch die Hersteller noch nicht gelöst.“ Im Ernstfall werde beispielsweise für lebensnotwendige Spezialgeräte und die Klimatisierung im Patientenraum eine solide Stromzufuhr benötigt. Außerdem müssten die Akkus zwischen den mitunter rasch aufeinanderfolgenden Einsätzen schnellstmöglich laden. Bis dato gebe es laut Dix kein serienreifes RTW-Modell auf dem Markt, das dazu in der Lage sei.

Stromer-Test bei Notärzten geplant

Dennoch wagt die Stadt einen Vorstoß und will wissenschaftlich begleitet den Test eines rein elektrisch betriebenen Notarzteinsatzfahrzeugs (NEF) anschieben. Dies soll in Kooperation mit dem Autohersteller und der Hochschule Hannover erfolgen. Einen Starttermin gibt es laut Stadtsprecher Dix aber noch nicht. Bislang verfügt die Feuerwehr lediglich über zwei kleine VW E-Up für städtische Dienstfahrten, die restlichen 265 Fahrzeuge sind konventionell angetrieben.

Der Wechsel hin zu elektrischen Blaulichtautos fußt auf einem Ratsbeschluss vom Februar 2018. Damals hatten Grüne, SPD und FDP beantragt, in Hannover bis zur Interschutz 2020 die ersten E-Rettungs- und Einsatzfahrzeuge in Betrieb zu nehmen. „Wie so oft geht die Feuerwehr hier mit gutem Beispiel voran“, sagt Barbara David, organisations- und personalpolitische Sprecherin der Grünen. Dass zunächst aber kein echtes Einsatzfahrzeug dabei sein wird, ist aus ihrer Sicht akzeptabel: „Es muss natürlich gewährleistet sein, dass Rettungs- und Löschfahrzeuge jederzeit einsatzbereit sind.“

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