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Kultur Nacht der Gitarren in Göttingen
Nachrichten Kultur Nacht der Gitarren in Göttingen
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11:01 10.09.2018
Antoine Boyer ist bei der „Nacht der Gitarren“ dabei.
Antoine Boyer ist bei der „Nacht der Gitarren“ dabei. Quelle: R
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Göttingen

Vier Gitarristen aus verschiedenen Teilen Europas treffen bei der Nacht der Gitarren im Göttinger Nörgelbuff aufeinander. Am Sonntag, 21. Oktober, stehen Luca Stricagnoli, Antoine Boyer, Cenk Erdogan und Samuelito gemeinsam auf der Bühne.

Die Idee für das Konzertformat stammt von Brian Gore. Vor mehr als 20 Jahren organisierte der Gitarrist erstmals die „International Guitar Night“ in einem Waschsalon in San Francisco. Mit den Jahren wurde aus dem Festival, mit dem er durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien tourte, einer der „bedeutendsten Showcases für akustische Gitarre“, so der Veranstalter.

Ab Sonnabend, 20. Oktober, geht die Show zum dritten Mal auf Deutschland-Tour und gastiert gleich am zweiten Tag in Göttingen. Dabei treffen nicht nur mehrere Nationalitäten aufeinander, sondern auch verschiedene Musikstile. „Bei den Konzerten bringen die Künstler ihre gegenseitige Wertschätzung zum Ausdruck, sie spielen zusammen, nicht gegeneinander“, betont Festivalgründer Brian Gore. „Guitar positivity“ nennt er die Konzert-Atmosphäre, die sich von den Musikern auf die Zuhörer überträgt.

Das Konzert am 21. Oktober im Nörgelbuff, Groner Straße 23, beginnt um 20 Uhr. Karten sind in den Tageblatt-Geschäftsstellen in Göttingen, Weender Straße 44, und Duderstadt, Marktstraße 9, sowie unter gt-tickets.de erhältlich.

Luca Stricagnoli

Schon mit zehn Jahren hat Luca Stricagnoli begonnen, klassische Gitarre zu spielen. Mit den Jahren entwickelt er seinen eigenen Stil. Er kombiniert mehrere Instrumente und interprätiert auf zum Teil unkonventionellen Eigenbauten die Kompositionen für Bands und Orchester. Stricagnoli fesselt sein Publikum unter anderem mit der Nutzung von bis zu fünf Gitarren in einem einzigen Stück. Seine originelle Spielweise brachte ihm über 100 Millionen Zuschauer in den sozialen Netzwerken sowie Auftritte in aller Welt ein. 2016 zog Stricagnoli aus seiner Heimat in der Lombardei nach Baden-Würtemberg, wo er 2017 sein zweiten Album „What if“ produzierte.

Antoine Boyer

Der 22-jährige Gitarrist Antoine Boyer „trank aus der wahrscheinlich authentischsten Quelle des Gipsy Jazz“: Er gilt als musikalischer Zögling der großen Maestros wie Mandino Reinhardt und Francis Moerman und als außerordentliches Talent. Nach der Veröffentlichung seiner dritten CD „Sita“, die den „Révélation“ Award des Jazzman Magazins gewann, wurde Antoine Boyer zum „Révélation 2012“ des Guitarist Acustic Magazin gekürt. Er studierte klassische Gitarre mit Gérard Abiton in Paris und ist der Gewinner des Montigny Classical Guitar Contest 2015. Gemeinsam mit Samuelito gewann Boyer 2016 den „4th European Guitar Award“ in Dresden.

Cenk Erdogan

Cenk Erdogan erhielt 1997 ein vierjähriges Stipendium für Komposition an der Universität Bilgi in Istanbul und graduierte dort mit höchster Auszeichnung. Er gehört zu den bedeutendsten Gitarristen auf der „fretless Gitarre“, auf der er unter anderem Mikrotöne und Klangkombinationen aus dem Orient erzeugen kann. Er spielte bereits mit renommierten Musikern wie Trilok Gurtu, Kai Eckhart, Erkan Ogur und der türkischen Pop Ikone Sezen Aksu. Als Komponist erhielt er 2009 den bedeutendsten Preis der türkischen Filmindustrie Yesilçam in der Kategoie „Soundtrack of the Year“.

Samuel Rouesnel

Samuel Rouesnel alias Samuelito begann bereits im Alter von sieben Jahren, Klassik-Gitarre zu studieren. Bald schon stieß er auf die Weltmusik, speziell den Flamenco. Er spielte bereits mit namhaften Künstlern wie Paco de Lucia, Tomatito, Vicente Amigo oder Ibrahim Maalouf in allen Teilen der Welt. Er gewann bereits viele Preise für klassische wie auch Flamenco-Gitarre – unter anderem 2016 den „European Guitar Award“ mit Antoine Boyer, neben dem er in Göttingen gemeinsam auf der Bühne steht.

Von Markus Scharf