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Regional 100 Death-Metal-Fans in Göttinger Tangente
Nachrichten Kultur Regional 100 Death-Metal-Fans in Göttinger Tangente
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13:09 14.07.2018
Gab den Opener beim 5. X-Mountain Metal Massacre in der Tangente: die Göttinger Newcomer-Band Impaired Cognition. Quelle: Pförtner
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Göttingen

Zum Topact des vom Verein Kreuzberg on KulTour in der Tangente organisierten Abends entwickelte sich der Auftritt der Göttinger Band Psychotool. Mit ihrem melodischen Death Metal erreichten sie das größte Publikum. Den Auftakt hatte Impaired Cognition gemacht. Die Göttinger Newcomer kamen dabei mit den wenigsten Melodien aus. Den Abschluss gaben Architects of Aeon. Die Göttinger Drei-Mann-Combo hatte es zuletzt mit ihrem Album Pharos in die März-Ausgabe des Szene-Magazins Metal Hammer geschafft. Unter der Rubrik „Helden von morgen“ gab es neben der positiven Rezension der Debüt-EP auch ein Kurz-Interview mit den „Endzeit“-Schwermetallern. In der Tangente gaben die Death-Doomer den zwar tiefschwarz-melancholischen und doch energiegeladenen Abschluss.

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Stilistisch ist bei Psychotool einiges möglich

„Für uns ist das Party-Metal. Wir wollen zusammen einfach Spaß haben und die Leute mitreißen. Das ist uns heute wieder richtig gut gelungen. Wir spielen in diesem Lineup erst seit Dezember gemeinsam“, sagte Psychotool-Gitarrist Norbert Schneider nach dem Tangenten-Gig. Der Show erprobte Metal-Routinier griff zuvor unter anderem bei den Bands Atomwinter oder SoulBleed in die Saiten. Obwohl sich die Band offiziell unter dem Begriff Melodic Death Metal wiederfindet, ziehen die fünf Musiker die Grenzen nicht so eng. Stilistisch ist da einiges möglich. Beim Publikum kam der knapp 45-minütige Auftritt bestens an und es spendete lautstark Applaus.

Ex-Oberbürgermeister Wolfgang Meyer hört seinem Sohn Jakob zu

Dass beim Gig der Göttinger Genre-Grenzgänger kurzzeitig ein Ex-Oberbürgermeister unter den Konzert-Besuchern war, lag am neuen Schlagzeuger der Band. An den Drums lief Jakob Meyer zu Höchstform auf und Vater Wolfgang sowie Mutter Annette ließen sich den Gig vor der Haustür nicht entgehen. „An der Kasse wurden wir schon ein wenig argwöhnisch begutachtet, ob wir hier wirklich richtig sind“, sagte Wolfgang Meyer schmunzelnd. Er selbst könne mit Heavy Metal zwar wenig anfangen, im Hause Meyer gehörte dieser aber zum Alltag. „Unser zweiter Sohn Conrad spielt in einer Metal-Band in Münster. Es liegt vielleicht doch in den Genen“, sagte Meyer, der gerne mal die Rolling Stones hört. Der 70-Jährige war von 2006 bis 2014 Göttingens Oberbürgermeister.

Planungen für das nächste X-Mountain Metal Massacre beginnen bald

Und auch Tangenten-Besitzer Ralph-Günther Thormeyer sowie Betriebsleiter Olaf Krüger hatten am Abend richtig Spaß. „Wir haben im Jahr etwa zehn solcher Konzert-Abende und zudem ja noch einmal im Monat die offene Bühne. Ich mag diese besonderen Veranstaltungen neben unserem Brot- und Buttergeschäft. Das gute an den Metal-Fans ist, dass sie immer recht durstig sind“, resümierte Krüger schmunzelnd. Und für Dana Rotter vom Verein Kreuzberg on KulTour ist klar: „Das nächste X-Mountain Metal Massacre kommt bestimmt.“ Ob es erneut im Sommer oder doch wieder in den Wintermonaten ausgerichtet wird, stehe allerdings noch nicht fest. „Wir hatten ein paar Besucher weniger als bei den vergangenen Veranstaltungen, sind aber absolut zufrieden. Die Planungen für das nächste X-Mountain Metal Massacre beginnen demnächst“, sagte Rotter.

Von Mark Bambey

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